Weniger Geld für Projekte Mansfeld-Südharz: Erträge des Zukunftsfonds schrumpfen
Sangerhausen/Eisleben/Hettstedt - Wenn es im Landkreis ums Geld und um Finanzierung geht, ist er nicht weit: der Zukunftsfonds. Ronny Strebe, Leiter der Kreditabteilung bei der Sparkasse Mansfeld-Südharz, hat einen Blick darauf, wie es um das Depot bestellt ist. „Das aktuelle Fondsvolumen beträgt 27,38 Millionen Euro“, sagte er im Finanzausschuss des Landkreises am Montagabend.
Das Volumen hat damit auch im vergangenen Jahr abgenommen. „Seit dem 28. Dezember 2018 hat es eine Wertentwicklung von 0,79 Prozent gegeben“, sagt Strebe. Mitte des Jahres liefen die Kurse besser, gegen Ende wieder etwas schlechter. Der durchschnittliche Zinssatz für die Anlagen liegt immer noch bei 1,71 Prozent und damit über dem marktüblichen Wert.
Zukunftsfonds: Zinserträge werden weniger
„Wir profitieren dabei klar von Anlagen, die vor vielen Jahren gemacht wurden“, sagt Strebe. Damals, als es generell eben noch höhere Zinsen gab. Aber es sei eben auch klar, dass mit jeder auslaufenden Anleihe der durchschnittliche Zins weniger werde, so Strebe. Sowohl die Experten bei der Sparkasse Mansfeld-Südharz als auch generell in der Finanzwelt gehen zurzeit nicht von einer Veränderung der Zinssituation aus.
Der Leitzins der Europäischen Zentralbank liegt seit längerem bei null Prozent, Banken müssen gar einen Negativzins von 0,5 Prozent bei der EZB zahlen, um ihr Geld dort parken zu können. Trotz dieser durchaus schwierigen Umstände hat der Zukunftsfonds im Jahr 2019 Zinserträge von 664.000 Euro und 609.000 Euro netto erwirtschaftet.
Mansfeld-Südharz: Zinsertrag wird für Projekte ausgeschüttet
Für das laufende Jahr erwartet Strebe aufgrund einiger auslaufender Anleihen und einem geringeren Gesamtvolumen allerdings eine Verringerung der Erträge. „Wir rechnen mit rund 450.000 Euro“, sagt er.
Im vergangenen Jahr belief sich das Volumen des Zukunftsfonds auf rund 33,1 Millionen Euro. Zwei ausgelaufene Staatsanleihen wurden nicht wieder angelegt und sind abgefordert worden, um die Gesamtrechnung für den Ergänzungsbau des Humboldt-Gymnasiums in Hettstedt zu bezahlen, so wie es im Haushalt auch eingeplant war.
Der jährlich erwirtschaftete Zinsertrag aus dem Zukunftsfonds wird zweimal im Jahr an Kommunen, Vereine, Verbände und Institutionen ausgeschüttet. Davon werden Projekte finanziert. Wer das Geld bekommt, entscheidet der Kreisausschuss. (mz)