Tote Kälber in Kühren Tote Kälber in Kühren: Experte geht von Wolf aus

Kühren/Iden - Die beiden Kälber von Landwirt Swen Keller aus Kühren sind mit hoher Wahrscheinlichkeit von einem Wolf gerissen und getötet worden. Das teilte Andreas Berbig, Mitarbeiter des Wolfskompetenzzentrums in Iden (Landkreis Stendal), am Freitag auf MZ-Anfrage mit. „Aufgrund der Umstände vor Ort gehen wir davon aus, dass es ein Wolf war“, sagte Berbig.
Gewissheit verspricht er sich von der Untersuchung der Genetikspuren, die von den getöteten Kälbern genommen wurden. Die Untersuchungsergebnisse liegen allerdings noch nicht vor. Wie Berbig weiter informierte, stehe das Wolfskompetenzzentrum mit Landwirt Keller in engem Kontakt.
Landwirt Swen Keller hat sich mittlerweile Herdenschutzhunde angeschafft
„Er will seine Herde schützen und hat sich deshalb auch schon Herdenschutzhunde angeschafft“, informierte Berbig. Außerdem sei man mit dem Landwirt im Gespräch über eine wolfssichere Einzäunung.
Der Vorfall ereignete sich in der Nacht zum 20. März. Am Morgen schaute der Rinderzüchter nach seiner im Freien lebenden Herde und entdeckte die zwei verstümmelten Kälber. Das Muttertier lag tot in einem Graben, war von den Wölfen vermutlich gehetzt worden und über den Graben gestürzt, wo es sich das Genick brach. (mz)