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BSW Sixers BSW Sixers: Trikot-Tausch zum Saisonabschluss

Von philip thomisch 17.04.2013, 17:18

sandersdorf/MZ - Maik Leuschner kam noch einmal ins Schwitzen. Obwohl die Saison der BSW Sixers mit dem Ausscheiden in der zweiten Play-off-Runde gegen die Bayer Giants Leverkusen bereits zu Ende ist, hatte der Teammanager noch einmal alle Hände voll zu tun. Auf der Saisonabschlussfeier am Montagabend in Sandersdorf sortierte Leuschner eifrig die weißen Trikots aus der abgelaufenen Saison. Jeder Spieler durfte seine Spielkleidung an einen Fan verschenken - und an Anfragen mangelte es bei gelöster Atmosphäre zwischen Freibier und Bratwurst wahrlich nicht.

Nicht jeder macht Pause

Einzig Teamkapitän Sascha Ahnsehl haderte kurzzeitig, dabei gab es für das Trikot mit der Rückennummer 24 nicht wenige Anfragen. Doch seine Hose wollten die kleinsten Sixers-Fans nicht, die zwischen den aufgebauten Bänken eifrig auf Autogrammjagd gingen. Sie passte noch nicht.

Auf die Frage, was er nun mit der vielen Zeit in der Sommerpause anfangen würde, meinte der 27-Jährige: „So richtig frei bin ich erst nach der letzten Prüfung an der Uni.“ Die ist in der nächsten Woche. Und dann? „Dann geht es mit der Freundin nach Mallorca. Aber nicht wegen der Ballermann-Partys, sondern wegen der Küsten“, grinst der Sixers-Kapitän. „Den Basketball“, ist er sich sicher, „werde ich sicher zwei, drei Wochen nicht in die Hand nehmen.“

Doch die Pause vom geliebten Spielgerät gilt nicht für alle. Aufbauspieler Japhet McNeil, dessen Zukunft im Sixers-Kader nicht sicher ist, gönnt sich keine Unterbrechung. „Ich werde ein Basketballcamp in Las Vegas besuchen und trainieren“, berichtet der 1,80 Meter große McNeil, „und mit meiner Freundin Urlaub in Ungarn machen.“ Eine Basketballpause? „Gibt es für mich niemals“, lacht der 27-Jährige, der in den Vereinigten Staaten für die Bridgeport-Universität auf Korbjagd ging. Über seine basketballerische Zukunft ist er sich noch unsicher. Zu den Sixers war er schließlich nach einjähriger Pause gekommen und noch nicht in der von sich selbst gewohnten Form. „Mein Berater und ich werden einen Platz für mich finden, an dem ich meine Art von Basketball spielen kann.“ Über die Sixers denkt der US-Profi jedoch durchweg positiv: „Ich glaube, es gab auch Dinge, die ich dieses Jahr hätte mehr zeigen können. Aber ich hatte eine andere Rolle im Team - was aber kein Problem war. Die Sixers sind ein solider Club und ich habe sehr viel Respekt vor den Leuten. Ein Engagement hier würde ich niemals ausschließen.“

Die neuen Namen

Letzten Endes trifft die Entscheidung darüber wiederum Maik Leuschner, auf dessen Tisch viel Arbeit liegen dürfte. Laufende Verträge haben nur Ralph Schirmer und Daniel Stawowski. Die Option bei Tom Lipke liegt in der Hand des Vereins. Zwar rechnet man wohl mit dem Bleiben der ein oder anderen Identifikationsfigur im Kader, jedoch stehen die Verhandlungen erst an. Ein paar Spielergespräche hat der Teammanager bereits geführt. Mit den ersten Vertragsentscheidungen ist erst in etwa einem Monat zu rechnen. Ein Wörtchen über diese Entscheidungen mitreden könnte dabei sicher der Trainer für die nächste Spielzeit. Wer das wird steht, noch nicht fest und somit zur Debatte.

Bis dahin bleibt die Sommerpause für Leuschner arbeitsreich. Es gilt nicht nur, die neuen Trikots für seine Sixers aufzutreiben. Sondern auch zu bestimmen, welche Namen auf dem Rücken der Shirts zu lesen sein werden.