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Landesamt für Umweltschutz Landesamt für Umweltschutz: Mehr Wölfe in Sachsen-Anhalt heimisch

18.02.2015, 15:08
Ein europäischer Grauwolf steht am 14.12.2014 in einem der weitläufigen Gehege des Wolfscenters von Dörverden (Niedersachsen).
Ein europäischer Grauwolf steht am 14.12.2014 in einem der weitläufigen Gehege des Wolfscenters von Dörverden (Niedersachsen). dpa/Symbol Lizenz

Halle (Saale) - Der Wolf wird in Sachsen-Anhalt zunehmend heimisch. Insgesamt seien 49 hier lebende Tiere nachgewiesen worden, teilte das Landesamt für Umweltschutz in Halle am Mittwoch mit. Im Monitoringjahr 2013/14 seien sechs Rudel und ein Einzelwolf gezählt worden - ein Jahr zuvor seien es noch drei Rudel, zwei Paare und vermutlich ein Einzelwolf gewesen.

Die Wölfe sind vermehrungsfreudig: Allein 2013 seien rund 30 Welpen zur Welt gekommen und aufgezogen worden, nur drei überlebten nachweislich das erste Lebensjahr nicht. Die Experten erwarten aber, dass viele junge Wölfe im nächsten Beobachtungszeitraum abwandern.

Die Wölfe leben bei Gartow an der nördlichen Grenze zwischen Sachsen-Anhalt und Niedersachsen, bei Altengrabow (Jerichower Land), in der Colbitz-Letzlinger Heide bei Dolle, der Region um Göritz-Klepzig, in der Annaburger Heide und in der Glücksburger Heide.

Die Zahl der von Wölfen gerissenen Nutztiere ist den Behördenangaben zufolge weiter gering. Landesweit seien im Beobachtungszeitraum 1. Mai 2013 bis 30. April 2014 zwölf Fälle registriert. Dabei sei entweder ein Wolf als Verursacher nachgewiesen oder zumindest nicht ausgeschlossen worden. Seit dem vergangenen Jahr könnten Tierhalter Geld für den Schutz von Schafherden, Ziegen oder Gehegewild vor Wölfen erhalten. (dpa)