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Digitaler Sachsen-Anhalt-Führer Es gibt immer mehr zu entdecken

Das digitale Sachsen-Anhalt-Portal wurde jetzt um Museen und Gedenkstätten erweitert.

Von Grit Warnat 26.02.2025, 16:31
Petra Heise wirbt mit einem Faltblatt für das Architektur-Digital-Angebot für Sachsen-Anhalt.
Petra Heise wirbt mit einem Faltblatt für das Architektur-Digital-Angebot für Sachsen-Anhalt. (Foto: Viktoria Kühne)

Magdeburg/VS - Der mit mehr als 500 Bauwerken, Innenraumgestaltungen, Freianlagen und städtebaulichen Ensembles größte digitale Architekturführer in Sachsen-Anhalt ist um Museen und Gedenkstätten erweitert worden. 32 museale Einrichtungen sind neuerdings auf dem Online-Portal „Architektur entdecken“ abrufbar, teilte die Architektenkammer Sachsen-Anhalt am Dienstag in Magdeburg mit. Es handele sich um Gebäude, die nach 1990 umgebaut, erweitert oder neu errichtet wurden.

Herausragende Architektur

Geschäftsführer André Schlecht-Pesé sprach von herausragender Museumsarchitektur und nannte als Beispiele das Museum Lützen 1632, dessen Neubau das in unmittelbarer Nähe geborgene Massengrab von 47 Soldaten beherbergt, sowie das Kunstmuseum Magdeburg. Die städtische Einrichtung bespielt mit ihrem Sammlungsbestand und den Ausstellungen zeitgenössischer Kunst das Kloster Unser Lieben Frauen. Mehr als 20 Jahre wurde es dank eines Masterplanes der Stadt baulich in die heutige Zeit gesetzt. Die sanierte ehemalige Klosterkirche St. Marien ist bereits mehrfach ausgezeichnet worden, unter anderem mit dem Architekturpreis des Landes Sachsen-Anhalt 2022.

Das Projekt „Architektur entdecken“ ist Teil der 2001 gestarteten Landesinitiative Architektur und Baukultur in Sachsen-Anhalt. Seit 2008 werden besondere architektonische Bauten in die Sammlung eingestellt. Sie reichen von Grundschulen und Arztpraxen über Bibliotheken und Betriebsgebäude bis hin zu Kindertagesstätten, Kirchen und Konzerthäusern. Die sehr verschiedenen Bauvorhaben werden mit Texten beschrieben. Die Architektur ist in Fotografien festgehalten.

Neue Aufmerksamkeit

Kunstmuseum-Direktorin Annegret Laabs, die die Klosterkirche gern als „wichtigstes Ausstellungsstück“ ihres Hauses bezeichnet, zeigte sich erfreut über die neue Aufmerksamkeit. Das Kunstmuseum ist gemeinsam mit dem Domschatz Halberstadt, dem Museum Luthergeburtshaus und dem Museum in Lützen in einem Flyer verewigt, mit dem die Architektenkammer das Digital-Angebot bewirbt. Petra Heise, ehemalige Kammer-Geschäftsführerin, unterstrich, dass das Portal weiter ausgebaut werde.