Dauerregen in Sachsen Dauerregen in Sachsen: Hochwasserlage entspannt sich

Dresden/Meißen/dpa - Nach den heftigen Niederschlägen haben Einsatzkräfte und Bewohner vielerorts in Sachsen die vom Wasser verursachten Verwüstungen beseitigt. Die Behörden gaben am Mittwoch für große Teile des Freistaates Entwarnung in Sachen Hochwassergefahr. Nur in Ostsachsen könne es im Laufe des Tages durch Gewitter mit Starkregen örtlich noch zu kurzzeitigen Anstiegen in kleinen Flüssen kommen, sagte Karin Bernhardt vom Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfUG). „Der Hochwasserdienst für die Neiße und die Flüsse im Zittauer Gebirge bleibt bestehen.“
Bis zum Abend werden noch 25 bis 30 Liter pro Quadratmeter Regen im Land erwartet, allerdings nicht mehr flächendeckend. Am Vorabend waren in einem Fall über 40 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit gefallen, in Hoyerswerda wurde mit 66,7 Litern pro Quadratmeter innerhalb von 24 Stunden der Spitzenwert registriert. „Die Situation entspannt sich“, erklärte Bernhardt. Trotz heftiger Niederschläge sei seit Dienstag bis auf das Flüsschen Wilde Sau in Wilsdruff kein Pegel in die Alarmstufe 1 gekommen. „Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen.“ Böden und Vegetation seien aufnahmefähig gewesen. Im Gegensatz zum Vorjahr machte diesmal das wild abfließende Wasser mehr Sorgen als die Flüsse selbst.
Schlammlawinen hatten in Meißen und Dresden Straßen verwüstet, Fahrbahndecken aufgerissen und Autos zerstört. Es gab aber keine Verletzten, wie ein Polizeisprecher in Dresden sagte. In Meißen seien zwei Demenzkranke aus einem Pflegeheim in Sicherheit gebracht worden, sagte Kerstin Thöns vom Landratsamt. Viele Haushalte waren noch ohne Strom. Die Feuerwehr pumpte noch vollgelaufene Keller aus, das Technische Hilfswerk war mit schwerem Gerät im Einsatz, um aufgerissene Fahrbahndecken zu beseitigen. „Der Schlamm muss schnellstens weg, der wird sonst wie Beton“, sagte Thöns. Allein in Meißen und der Gemeinde Klipphausen gehen die Schäden nach ersten Schätzungen in die Millionen.