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Motocross Motocross: Neue Buckelpiste fordert Fahrer heraus

08.09.2011, 19:44

TEUCHERN/MZ/VM. - "Im letzten Jahr hat es Umstrukturierungen im Verein gegeben. Der Wirbel mit unter anderem Neuwahlen war so groß, dass wir uns für ein Jahr Pause entschieden haben", erklärt der neue Vorsitzende des ausrichtenden Motocross Clubs (MCC) Teuchern Jürgen Ulrich. Zudem haben die Mitglieder in den letzten Monaten sehr viel Energie in die Umgestaltung der Strecke gesteckt. Ulrich: "Einen Hügel haben wir komplett abgetragen und dafür von vielen Fahrern gewünschte sogenannte ,Woops' eingebaut."

Doch diese Buckelpiste ist nicht die einzige Neuerung. Es wurde im Kessel zudem viel verbreitert und Sprünge sowie Steilkurven ausgebessert. Hierfür wurde extra eine Planierraupe im Wert von 12 000 Euro angeschafft, die den MCC finanziell belastet. Aber auch das anstehende Wochenende könnte ein Loch in die klammen Kassen reißen. Bei gerade einmal drei Euro Eintritt werden zwar 600 bis 800 Zuschauer erwartet, aber "wenn das Wetter nicht mitspielt, werden es wohl weniger werden und dann steht die Finanzierung auf wackeligen Beinen", so Ulrich. So sei man auch hier auf Sponsoren angewiesen, die die kostspielige Ausleihe der Zeitmessanlage und die Unfallversorgung durch das Deutsche Rote Kreuz übernehmen.

Der 32-Jährige verweist auf das unermüdliche Engagement der 35 Vereinsmitglieder, ohne die eine solche Veranstaltung nicht machbar wäre. Um selber aktiv auf die Strecke zu gehen, dafür reiche dann die Zeit nicht mehr, so Jürgen Ulrich. "Wir machen das vor allem für unsere Nachwuchsfahrer, von denen neun am Wochenende am Start sein werden", sagt er. Diese werden dann vielleicht in die Fußstapfen von Weltmeisterschaftsfahrern wie Maria Franke oder Ken Roczen treten, die als Vier- und Fünfjährige das Motocross-Einmaleins im Teucherner Kessel gelernt haben.

Während es aber Roczen als frischgebackenen Weltmeister demnächst in die USA zieht, wird Ehrenmitglied Franke am Sonntag in Teuchern an den Start gehen. "Maria tritt aber nicht bei den Damen an, dort hat sie keine Konkurrenz. Nein, die Herren dürfen sich dann mit ihr messen", erklärt Ulrich mit spitzbübischem Lächeln. Der Start von Maria Franke erfolge aber nur zum Spaß, die Punkte für die Thüringische Meisterschaft sind für die 19-Jährige irrelevant.

Warum aber überhaupt Thüringen? "Seit unserer Vereinsgründung gab es hier immer Läufe zu dieser Serie", so Ulrich. Er sehe Teuchern näher an den Strecken des Nachbar-Bundeslandes als an denen, die hauptsächlich im Norden Sachsen-Anhalts liegen, sagt der gebürtige Thüringer, der selber in seinem Heimatland Motocross-Meister wurde.