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Landesspiel gegen SG Buna Halle-Neustadt Landesspiel gegen SG Buna Halle-Neustadt: SV Spora präsentiert sich beim Heimspiel wie ein Absteiger

Von Carsten Roloff 01.11.2015, 16:50
Hat eine Menge Arbeit vor sich: Sporas neuer Trainer Joachim Schulz.
Hat eine Menge Arbeit vor sich: Sporas neuer Trainer Joachim Schulz. Marco Junghans Lizenz

Nissma - Neue Besen kehren gut. Das Sprichwort trifft leider nicht immer den Nagel auf den Kopf. Der Vorstand des SV Spora hatte René Hein am vergangenen Dienstag den Stuhl vor die Tür gesetzt. Heins Nachfolger Joachim Schulz, der den SV Spora bereits in der ersten Halbserie der Saison 2012/13 betreute, hatte jedoch alles andere als ein gutes Comeback. Bei seiner Rückkehr musste der Mecklenburger mit ansehen, wie seine Truppe ein halbes Dutzend eingeschenkt bekam. Mit 0:6 (0:3) verlor der SV Spora sein Heimspiel gegen die SG Buna Halle-Neustadt und präsentierte sich bei diesem Auftritt wie ein Absteiger.

Immer einen Schritt langsamer als der Gegner

„Meine Jungs waren gedanklich und läuferisch immer einen Schritt langsamer als der Gegner. Wir haben als Kollektiv versagt. Die Zuschauer hätten eigentlich schon nach 30 Minuten nach Hause gehen können, hätten aber dann drei weitere Gegentreffer verpasst“, war Schulz nach dem Abpfiff der Begegnung mehr als bedient. Ganze drei Chancen spielten sich die Hausherren in den 90 Minuten heraus. Beim Stand von 0:2 verweigerte der Schiedsrichter dem Treffer von Jacob Henning (33.) wegen einer Abseitsstellung die Anerkennung. Der Assistent hatte die Fahne jedoch schon vor dem Torschuss des Sporaers oben gehabt. Florian Bochskanl, der als einziger Feldspieler in die Nähe seiner Normalform kam, verfehlte in der 65. Minute nach einem Freistoß von Kay Daumann per Kopf das hallesche Gehäuse nur um Zentimeter. Kevin Hüfner scheiterte zehn Minuten vor dem Abpfiff freistehend am Buna-Schlussmann Oliver Bensch. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Gäste bereits mit 4:0 vorn.

Hallenser haben Lufthoheit

Vor der Pause überlisteten die Saalestädter die Hausherren dreimal per Kopf. Bei den Gegentreffern von Marcus Walther (9.) und Tim Wagner (36.) traf Keeper Mario Wolske keine Schuld. Beim zweiten Gegentor gab der Sporaer Keeper jedoch keine glückliche Figur ab, als er einen Freistoß der Gäste genau auf den Kopf von Wagner faustete, der aus zwei Metern keine Mühe bei der Vollendung hatte. Die Hallenser hatten die absolute Lufthoheit, gewannen 95 Prozent der Kopfball-Duelle. „Das war indiskutabel. Wir hatten einfach zu viele Ausfälle“, meinte Teambetreuer Sören Kirmse. Auch die Sporaer Kicker, die nach dem Abpfiff enttäuscht auf den Boden sanken, redeten nicht um den heißen Brei herum. „Unsere Zuschauer tun mir leid. Unsere Vorstellung war eine Katastrophe“, so Linksverteidiger Daniel Görg.

Leichtes Spiel gegen die Hausherren

Die Hallenser hatten nach der Pause leichtes Spiel gegen sich aufgebende Hausherren. Wagner (71.), Jens Rath (86.) und Walther (90.) schraubten das Ergebnis in den letzten 20 Minuten auf 6:0 in die Höhe. Das 0:5 durch Rath symbolisierte die Kräfteverhältnisse an diesem Tag beispielhaft. Während sich zwei Sporaer beim Rettungsversuch über den Haufen rannten, konnte der Hallenser im zweiten Versuch aus Nahdistanz das Leder über die Linie schieben. „Wir hatten uns fest vorgenommen, drei Punkte mitzunehmen. Ich hatte aber nicht im Traum daran gedacht, dass meine Mannschaft, die sehr gut gespielt hat, so hoch gewinnt. Allerdings hat der Gegner viel zugelassen und uns das Leben sehr leicht gemacht.

In der momentanen Verfassung wird es für Spora schwer, die Klasse zu halten“, lautet das Fazit von Buna-Trainer Wolfgang Huth. Joachim Schulz und seinen Schützlingen stehen schwere Wochen bevor. Nächsten Samstag muss der SV Spora beim Landesliga-Absteiger Naumburger SV 05 antreten. Am 21. November gastiert der verlustpunktfreie Spitzenreiter SSV Landsberg auf dem Sportplatz in Nißma. Bis dahin ist der schmerzlich vermisste Sven Starke bestimmt wieder fit. Ob jedoch ein Mann ausreicht, um den Verein aus der Krise zu schießen, ist mehr als fraglich. (mz)