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Gefahr auf A2 Richtung Hannover Leck in Gefahrguttransport! Gase reizen Atemwege - Parkplatz bei Möckern gesperrt

Der Parkplatz Wüstenforst bei Möckern ist gesperrt. Dort hat ein Gefahrguttransport erhebliche Mengen seiner Ladung verloren. Es besteht die Gefahr einer heftigen Reizung der Atemwege.

Von Dur/mp Aktualisiert: 03.04.2025, 15:54
Ein Gefahrguttransport leckt auf dem Parkplatz Wüstenforst bei Möckern an der A2.
Ein Gefahrguttransport leckt auf dem Parkplatz Wüstenforst bei Möckern an der A2. Symbolbild: dpa

Möckern. - Seit den frühen Mittwochabendstunden herrscht Ausnahmesituation auf dem Parkplatz Wüstenforst an der A2 bei Möckern, wie die Polizei meldet. Dort ist in Richtung Hannover ein Gefahrguttransport leckgeschlagen. 

Demnach fiel der undichte Transport bereits in den frühen Abendstunden auf dem Parkplatz auf, indem er Flüssigkeit verlor. Bei einer Untersuchung des Gefährts habe sich herausgestellt, dass bereits 50 Liter Peroxid in die Umwelt gelaufen war, heißt es.

Gefahrguttransport auf der A2: Gefährliche Gase entstanden

Durch das Auslaufen des Peroxids in Verbindung mit der Umgebungsluft seien gefährliche Gase entstanden, welche zu Atemwegsreizungen führen können.

Insgesamt seien 109 Kameraden der Feuerwehr und ein ABC-Trupp im Einsatz gewesen, um die Verunreinigungen zu beseitigen. 

Der Parkplatz Wüstenforst ist immer noch gesperrt, allerdings läuft mittlerweile das Umladen und der Abtransport der intakten Ladung, wie es auf Nachfrage heißt. Die beschädigten Kanister werden laut der Kreisverwaltung ordentlich entsorgt.

Boden soll durch ausgelaufene Chemikalie nicht beeinträchtigt sein

Die Fläche, die kontaminiert ist und abgetragen werden muss, umfasst etwa zehn Quadratmeter. Die Pflasterfläche soll laut Autobahn GmbH durch eine Trennschicht verfügen.

Nach neuesten Informationen soll dadurch der Boden durch die ausgelaufene Chemikalie nicht beeinträchtigt worden sein, wie die Kreisverwaltung auf Nachfrage wissen lässt. Ein Eindringen soll so gut wie ausgeschlossen sein.

Dadurch sei eine Auskofferung und Entsorgung nicht notwendig. Zudem kann von einer Zersetzung des Gefahrstoffes „bei Sonneneinstrahlung ausgegangen werden“. Gut für die Einsatzkräfte vor Ort: Niemand hat Schaden genommen. Offen ist derzeit, wann der Rastplatz wieder freigegeben werden kann.