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Visitenkarten waren gefragt

Von Klaus-Dieter Kunick 17.03.2005, 17:27

Weißenfels/MZ. - "Ziel ist, dass wir den Soldaten die Möglichkeiten der zivilen Aus- und Weiterbildung sowie Arbeitsplatzangebote aufzeigen", erklärte sie. Aus dem Grund präsentierten 50 Vertreter von Bildungsträgern, Verbänden, der Agentur für Arbeit, Firmen und Behörden ihre Angebote. Außerdem fanden Workshops zur Arbeitsmarktsituation in der Region statt, zur Ausbildung im öffentlichen Dienst und zu Existenzgründungen. Darüber hinaus wurde über neue Berufen im Gesundheitswesen informiert.

"Es ist so, dass etwa zwei Drittel der Betroffenen am liebsten in den öffentlichen Dienst möchten. Das ist menschlich verständlich, funktioniert aber leider nicht", erklärte Frau Gersdorf-Bauer.

Landrat Rüdiger Erben begrüßte es, dass die Bundeswehr den aus dem Dienst ausscheidenden Soldaten dabei unterstützt, eine zivile berufliche Perspektive zu finden. Weißenfels' Oberbürgermeister Manfred Rauner hofft, dass möglichst viele Soldaten in der Region verbleiben, um hier beruflich und persönlich Fuß zu fassen.

Zu denen, die sich umschauten, gehörte Norman Krauße. Er erkundigte sich beispielsweise nach den Qualifizierungsmöglichkeiten in den Bauberufen. "Ich komme von dort und möchte dort auch wieder hin", meinte er. Denny Beulke liebäugelte eher mit einem Job in einem Sicherheitsdienst. Wolfgang Peter vom Münchner Bildungszentrum für Service und Dienstleistung erläuterte dem jungen Mann die Entwicklungschancen.

Karin Loos von einem Unternehmen aus Paderborn, dass sich auf Weiterbildung zum IT-Netzwerk-Spezialisten konzentriert, meinte, dass sich viele Soldaten für diese Ausbildung interessierten und gefragt hätten, was diese koste.

Am Stand des Bildungszentrums für das Hotel- und Gaststättengewerbe Ostharz aus Quedlinburg informierte sich Reik Fahrenbruch. "Nach der Armee muss es doch beruflich irgendwie weitergehen", fügte der Berliner Soldat hinzu. "Wir sind das erste Mal in Weißenfels zu dieser Messe", so Karin Rummel, die Leiterin für Aus- und Weiterbildung. An ihrem Stand hätten schon einige Interesse bekundet, was das Gaststättengewerbe anbiete. Gerade Köche hätten gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Viele würden sich in Österreich und in der Schweiz mal den Wind um die Nase wehen lassen, um Erfahrungen zu sammeln.