Knirpse nehmen ihr neues Nest in Besitz
Reuden/MZ. - Ein wahres Glück war es, dass die Garderobe aus dem Foyer der Reudener Kindertagesstätte ins frühere Büro umgezogen war. Wie sonst hätten am Freitagnachmittag die vielen Gäste Platz finden können, die zur feierlichen Einweihung des "Knirpsennestes" erschienen waren.
Da brauchten die Knirpse nicht lange zu suchen, um die vielen "fleißigen Handwerker" durch alle sieben am Umbau beteiligten Gewerke hindurch besingen zu können. Das Bauamt der Gemeinde Elsteraue hatte die Bauleistungen nämlich in solche Lose aufgeteilt, dass es sich auch für kleinere Firmen lohnte, ein Angebot abzugeben. Und so gingen sechs der Aufträge an Handwerksbetriebe in Tröglitz, Alttröglitz, Könderitz und Lützkewitz, einen Auftrag erhielt ein Zeitzer Unternehmen. Das erfreute auch den Reudener Ortsbürgermeister Dr. Lothar Stahl. Mit 70 000 Euro wurde nämlich der größte Teil der Investition aus der Rücklage seiner Ortschaft beglichen, 26 000 Euro kamen aus dem Haushalt der Einheitsgemeinde hinzu. "Wenn schon unsere Rücklage, dann auch unsere Handwerker", hatte er damals gesagt.
Kindergartenleiterin Annette Leder bedichtete in munteren Versen jeden Handwerksbetrieb und Planer Henning Gräber extra. Dass es dieser mit so vielen Auftragnehmern nicht eben einfach hatte, gestand selbst Bürgermeister Manfred Meißner zu. Seit dem 1. Januar können Kinder auf Antrag montags bis freitags von 5.30 bis 21 Uhr und sonnabends von 6 bis 14 Uhr betreut werden. Und mit der förmlichen Einweihung und einem Tag der offenen Tür im gesamten Haus war alles vergessen, was in der heißen Bauphase gelegentlich nicht ganz rund gelaufen war.
Als die Kinder mit ihrer Frau Leder und dem Bürgermeister endlich die Treppe zum "Knirpsennest" freigegeben hatten, staunten alle gemeinsam darüber, was unterm Dach entstanden war (die MZ berichtete). Nicht zu vergessen eine ganze Reihe von Brandschutzwänden und -elementen im ganzen Haus und manches andere, von dem alle Kinder etwas haben.
Erst recht von den beiden großen Kippern aus massivem Holz, die Regina Meßinger von der Mibrag zum Tag der offenen Tür mitbrachte, von der großen Torte, die ihnen die Predelerin Monika Majonek zur Feier des Tages vorbeibrachte und von der fröhlich bedruckten Bettwäsche, mit der die Volks- und Raiffeisenbank anrückte.