Eine Zeit(z)Reise hinterlässt unvergessliche Eindrücke
Zeitz/MZ. - Sachsen-Anhalts Landwirtschafts- und Umweltministerin Petra Wernicke bezeichnete die Gartenschau als sehr gelungen und gratulierte den Zeitzern und allen daran Beteiligten zu diesem Erfolg. "Die Landesgartenschau ist ein Aushängeschild und hat die oft unterschätzte Stadt Zeitz ein ganzes Stück nach vorn gebracht", sagte Wernicke, die den geschaffenen Erlebnisbereich in Zentrumsnähe als beispielgebend bezeichnete. Die Ministerin kündigte eine Fortsetzung der Landesgartenschauen über das Jahr 2006 hinaus an. Jedoch soll es eine dritte Schau erst 2010 geben.
Der Oberbürgermeister der Gastgeberstadt, Dieter Kmietczyk, war sichtlich gerührt vom Besucherandrang. Er sei fast sprachlos, wie viele Zeitzer und Gäste gekommen sind, um emotional Abschied zu nehmen und "Auf Wiedersehen" zu sagen. Die Gartenschau habe Zeitz einen großen Schritt vorangebracht.
Danach stieg Kmietczyk mit Ludwig Hoffmann, dem Oberbürgermeister von Wernigerode, das Gastgeberstadt der nächsten Landesgartenschau im Jahr 2006 sein wird, in ein Boot und vollzog damit symbolisch die Übergabe des Staffelstabes zum nächsten grünen Großereignis in Sachsen-Anhalt. Und auch einen Tipp hatte Kmietczyk für Hoffmann parat: "Bringen Sie die Bevölkerung Ihrer Stadt bei Ihrem Vorhaben hinter sich. Dann wird die Gartenschau in Wernigerode ein Erfolg." Musikalisch überbrachten Thomas Garding und seine Sternchen Grüße an Wernigerode. Denn die sangen zum Abschied nicht nur das Zeitz-Lied, sondern Garding präsentierte erstmals auch ein Lied für die Schau in Wernigerode.
Bereits am Vormittag fand auf der großen Bühne am Johannisteich der ökumenische Abschlussgottesdienst der Landesgartenschau statt. Mit dem großen Chor, dem Posaunenchor, der Band "Solied" und den Vertretern christlicher Gemeinden aus Zeitz war auch die Bühne gut gefüllt. Nach der Einleitung durch Werner Köppen, Pfarrer der Gemeinde St. Stephan-Nicolai, waren die Aufgaben im Gottesdienst verteilt unter mehreren Pastoren. Die Predigt hatte der Bischof der Kirchenprovinz Sachsen Axel Noack übernommen.
Er sagte, dass ein Garten der rechte Ort sei, um Gottesdienst zu feiern. Ein Garten sei aber auch der rechte Ort zu verstehen, welchen Platz Gott einem im Leben gegeben habe. Aufgabe des Menschen, so Noack, auch in Bezug auf die zu Ende gehende Gartenschau, sei es, Natur und Umwelt zu bewahren, aber auch zu gestalten und nicht verlottern zu lassen. Auch Michael Glöckner, Kantor der Michaeliskirche, hatte seinen Auftritt nicht nur als Chorleiter, sondern schuf innerhalb weniger Minuten eine Aufführung, einen Kanon, an dem alle Besucher des Gottesdienstes beteiligt waren.
Ein buntes Programm zog an diesem sonnigen Tag dann noch einmal viele Gäste von nah und fern an. Gedränge gab es in den Hallenschauen, und die Wiesen wurden noch einmal zum Sonnenbad genutzt. Nicht nur viele Zeitzer beschlossen den Tag mit dem Abschlussereignis der Landesgartenschau, der endgültig letzten Aufführung der großen Multimedia-Laser-Show "Die Burg erwacht".