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Bohrteam setzt Pumpe in die Tiefe

Von Klaus-Dieter Kunick 09.04.2008, 17:27

Theißen/MZ. - Im Freibad in Theißen wurde am Mittwoch eine Pumpe in einem Brunnen in 24 Metern Tiefe mittels eines Kranes eingesetzt. Die Pumpe befördert mit einer Leistung von 7 000 Litern in der Stunde das Grundwasser zur Wasseraufbereitungsanlage und von dort in das Schwimmbecken. Das Einsetzen der Pumpe übernahm das Bergbauunternehmen Mibrag, das diese Aufgabe seit dem Jahr 2000, der Sanierung des Freibades, erledigt.

Die Pumpe wird jährlich im Frühjahr in dieser Tiefe installiert, im Herbst wieder herausgeholt und im Winterhalbjahr von der Mibrag aufgearbeitet. Jörg Tomann, er ist Fachangestellter für Bäderbetriebe, erklärt, dass das Befüllen des Beckens gut zehn bis 12 Tage dauert. "Wir müssen den Zeitpunkt gut auswählen, wenn wir die Pumpe einsetzen. Denn es ist zu beachten, dass das zunächst zirka elf Grad kalte Wasser sich später im Becken noch erwärmen muss", ergänzte er. Immerhin hat das 50 Meter lange und 13 Meter breite Edelstahlbecken ein Fassungsvermögen von 1,5 Millionen Liter. Mitte Mai soll das Freibad Theißen eröffnet werden, fügte Tomann hinzu.

"Der Aufwand ist ziemlich hoch", ergänzte Bernd Riesner, er ist Steiger in der Mibrag und in diesem Unternehmen verantwortlich für alle rund 240 Brunnen. Er rückte mit weiteren drei Beschäftigten und einem Kran extra an, um die Pumpe einzusetzen. "Die Gemeinde müsste ansonsten den Auftrag an eine Fremdfirma übergeben, die dafür ordentlich Geld einnehmen würde", sagte Tomann. Dies wiederum würde für Theißen die Betriebskosten hochtreiben. Aus dem Grund sei man dem Bergbauunternehmen dankbar, wenn dieses sich hier seit einigen Jahren engagiert. Im Normalfall halte die Pumpe gut ein Jahr durch, erklärte Riesner. Garantieren könne das selbstverständlich niemand. Dennoch kam es im vergangenen Jahr vor, dass die Pumpe ihren Dienst versagte und aus der Tiefe herausgeholt werden musste. Auch dann stehe die Mibrag zur Verfügung, die zudem das Bad in Pegau unterstützt.