Abiturfeier Abiturfeier: Blaugold zur Universität
Leißling/MZ. - Doch ehe die Klassenleiter Wolfram Pfeiffer, Rainer Ecker und Olaf Staake ihre festlich gekleideten Schülerinnen und Schüler zum Empfang der Reifezeugnisse und der traditionell blau-goldenen Schärpe auf die Bühne bitten, richtet Schulleiter Burkhard Schmitt ein letztes Mal das Wort an die Abiturienten.
Er setzt sich mit Freiheit, Angst und Mut auseinander, vergleicht mit Fabeln, was in Zukunft auf die jungen Leute zukommt. Sehr viele hätten sehr viel mehr die Bildungsangebote der Schule genutzt. Der Tradition entsprechend zeichnete nach der Zeugnisausgabe die Fördervereinsvorsitzende Sabine Kuhnert die drei Besten des Abiturjahrganges - Michaela Krug, Anja Niemeczek und Franziska Siebert - mit Gutscheinen aus. Dabei stand ihr Cindy Krumbhold zur Seite, die 1996 an der CJD-Schule die Reifeprüfung machte und nun aktiv im Förderverein mitarbeitet.
Als 1997 das Stiftungsfest zum 150-jährigen Bestehen der Droyßiger Anstalten gefeiert wurde, regte der Schulleiter bei den Nachfahren des Stifters an, einen Fürst-Otto-Victor-Preis zum jährlichen Abitur zu vergeben. So war Gräfin Caroline von Wedel am Sonnabend gerne zur Abiturfeier gekommen. Der Preis wird für besonderes soziales und politisches Engagement zugunsten der Schüler vergeben. Johann Rösler und Michael Schneider erhielten ihn für die Einrichtung des Schülercafès. Ein Sonderpreis ging an "Jugend-forscht"-Preisträger Renè Pasold, der ein Computerprogramm für die Abiturzeugnisse erstellt hatte.
Mit dem Spagat zwischen Leistungsprinzip und christlichem Anspruch an der Schule beschäftigten sich die Abiturienten Stefan Haack und Markus Meß in der Dankesrede. Vom großen Angebot an Arbeitsgemeinschaften und Klassenfahrten, der Einführung des Schulgeldes während ihres Aufenthaltes am Droyßiger Gymnasium sprachen sie aber genauso wie von autoritären Lehrmethoden, die sie nicht immer akzeptieren konnten.