Zum Jubiläum gratuliert der Innenminister persönlich
COSWIG/MZ/RW. - Für Klaus-Uwe Kothe war sein 20. ein willkommener Anlass, kurz auf die zurückliegenden Jahre und Jahrzehnte zu blicken. Der heutige Vereinsvorsitzende fand vor 50 Jahren seinen sportlichen Einstieg über das Ringen, damals noch in Grimmen (Mecklenburg-Vorpommern). Nach Coswig, genauer zu den dortigen Leichtathleten, kam Kothe Anfang der 1970er Jahre durch Hans-Dieter Schubert, der ihn quasi nach Sachsen-Anhalt abwarb. Im Dezember 1989 übernahm Klaus-Uwe Kothe, mittlerweile längst Mitglied der damaligen BSG Chemie Coswig, die Dienstgeschäfte seines Vorgängers im Amte des Vorsitzenden. Gerhard Lingner hatte bis dato 22 Jahre lang die Geschicke der BSG geleitet. Klaus-Uwe Kothe wurde in keiner leichten Zeit in dieses Amt gewählt. Schließlich galt es, die BSG durch die politische und gesellschaftliche Wende zu führen und für neue Herausforderungen zu rüsten. Besonders gute Unterstützung erhielt er dabei aus den Reihen der Handballer, die unter der Leitung von Ehrhard Schenke dem Chef zur Seite standen, wie auch seitens des gesamten Vorstandes. Heute zählt der SV Blau-Rot Coswig knapp 500 Mitglieder.
Zur Feierstunde für Klaus-Uwe Kothe war wie eingangs erwähnt Holger Hövelmann erschienen, der den Tag des Ehrenamts zum Anlass nahm, um an die Elbe nach Coswig zu reisen. "Andere verlassen sich darauf, wenn was gemacht werden soll. Dass, was wir an ehrenamtlicher Ehrung in Sachsen-Anhalt betreiben, ist nicht genug. In solchen Vereinen wie hier in Coswig werden jungen Menschen Werte beigebracht wie Fairness und Verantwortlichkeit. Die jungen Menschen sollen sich im Sport bewegen und nicht nur vor den Monitoren sitzen", so der Innenminister. In Klaus-Uwe Kothe habe er einen Menschen kennen gelernt, der sich beharrlich für seine Sache einsetze und hinter seinen Worten stehe, der sich uneigennützig für andere Menschen engagiere, ohne daraus persönliche Vorteile zu erlangen. Für den Jubilar hatte Minister Holger Hövelmann einen Bildband mit persönlichen Widmungen mitgebracht.
Doris Berlin, Bürgermeisterin der Stadt Coswig und ebenfalls Gast der Feierstunde, würdigte den Vorsitzenden des Sportvereins mit einer Urkunde der Stadt. Die Bürgermeisterin bedankte sich für das gezeigte Engagement. "Allein wenn man sieht, wie viele Menschen erst kürzlich zur Weihnachtsfeier der Abteilung Handball hier in der Stadtsporthalle dabei waren, kann man erkennen, wie gut dieser Coswiger Verein funktioniert." Und es gab weitere Ehrungen für Klaus-Uwe Kothe. Sven Schiller, Vorsitzender der Abteilung Handball, verriet außerdem ein "Geheimnis". Nämlich jenes, dass der Vereinsvorsitzende im kommenden Jahr mit dem Eintrag in das Ehrenbuch des Landessportbundes Sachsen-Anhalt die höchste Auszeichnung des Landessportbundes erhält.
Neben Klaus-Uwe Kothe wurden auch noch Waltraud Fritze, Andrea Engel, Karl-Heinz Kuhl und René Gommert für ihr ehrenamtliches Wirken ausgezeichnet.