Verabschiedung von Hans Kasch Verabschiedung von Hans Kasch: Viele warme Worte und eine Torte

Wittenberg - Zum Abschied rollte eine ganz besondere Torte in den Sitzungssaal des Alten Rathauses - ein süßes Stück Weltgeschichte gewissermaßen. In Auftrag gegeben von den Kollegen, denen Hans Kasch in den vergangenen neun Jahren den Büroalltag versüßt hat, gestaltet von Bäcker Jäger, zeigte das Prachtstück die Wittenberger Schlosskirche und den Luthergarten.
454 Bäume stehen darin, gepflanzt von Kirchengemeinden aus 93 Ländern dieser Erde - und bei jeder Pflanzung war Hans Kasch mit dem Spaten in der Hand vor Ort.
So international wie im Garten geht es auch bei der Verabschiedung des Gründungsdirektors der Wittenberger Repräsentanz des Lutherischen Weltbundes (LWB) zu. Aus den USA, Tansania und Slowenien sind Menschen angereist, Vertretern der Wittenberger Kirchengemeinden wie auch die Repräsentanten aus Land und Stadt Ministerpräsident Reiner Haseloff und Oberbürgermeister Torsten Zugehör sangen einhellig das Loblied auf einen unermüdlichen, fröhlichen und und engagierten Mann, der in der Lutherstadt Spuren hinterlassen habe: „Mit einem Netzwerk, das fünf Kontinente umspannt“ (Torsten Zugehör) mit „großem Herzen und kreativem Einsatz “ (Schwester Elisabeth) und vor allem „mit nachhaltiger Wirkung“, denn dass der LWB auch über 2017 hinaus vor Ort bleibt, sei letztlich seinem Wirken zu verdanken, so der Generalsekretär des LWB Martin Junge.
Die warmen Worte bewegten Hans Kasch: Bei aller norddeutschen Nüchternheit, so bekannte der Mecklenburger, verlasse er doch den Raum rund zehn Zentimeter größer.
Bis es jedoch soweit war, durfte erst einmal ausgiebig gefeiert werden - mit internationalem Flair und mit Wein aus Slowenien, angebaut von einem Amtsbruder und ehemaligem Bischof. (mz)