Historie Historie: Die über 600-jährige Geschichte der Mühle geht weiter
Die Gassmühle Rotta ist ein traditionelles, mehr als 17 000 Quadratmeter großes Mühlen-Areal mit einem über 5 500 Quadratmeter großen Mühlteich im Südwesten des heutigen Kemberger Stadtteiles Rotta. Hier wurde seit Jahrhunderten Müllerei, Gartenbau, Tier- und Fischzucht betrieben.
1390 wurde die Mühle erstmals erwähnt und prägte als Mahl,- Öl- und Schneidemühle Jahrhunderte die Geschichte der Gemeinde Rotta mit. Der mutmaßlich letzte Müller war Karl Döhler, der 1939 hier als Müllermeister erwähnt wurde.
Aus der Chronik des Ortes geht hervor, dass in der Gassmühle 1955 das letzte Mal gearbeitet wurde. Mit dem Neubau eines Wohnhauses für die Familie Döhler gab es hier 1975 die letzten Arbeiten zum Erhalt bzw. Aufbau des einstigen Vierseitenhofes.
2003 wurde die Mühle an einen Berliner verkauft, von dem Sielaff das Objekt im November 2011 erwarb. Vor über fünf Jahren musste die Mühle selbst wegen Einsturzgefahr eingerissen werden. Heute ist das einst unter Denkmalschutz stehende Gehöft verfallen und nur noch für Erinnerungen gut. Aber das, so versprechen die neuen Eigentümer, die hier auch Ferienwohnungen und ein Ausflugslokal schaffen wollen, soll sich ändern.