Weißenfelser Schlossfest Weißenfelser Schlossfest: Kulturamtsleiter verspricht nach Kritik mehr Toiletten

weissenfels/MZ - Die Stadt Weißenfels wird beim nächsten Schlossfest im Jahr 2014 deutlich mehr Toiletten für Besucher zur Verfügung stellen. Dies kündigt Kulturamtsleiter Robert Brückner an, nachdem sich die Familie Hans Müller aus Weißenfels mit einem Leserbrief an ihre Heimatzeitung gewandt hatte. In ihrem Schreiben beklagt sie unter anderem, dass die Sauberkeit der stillen Örtchen zu wünschen übrig ließ und die Müllcontainer übergequollen seien. Zudem sei angesichts knapper Kassen am Kulturprogramm sowie in Sachen Ordnung und Sicherheit eingespart worden, kritisiert Hans Müller. Ansonsten sei das größte Volksfest der Stadt „einer der wenigen Höhepunkte im Weißenfelser Kulturleben“ gewesen.
Schlag ins Gesicht
„Das sind Behauptungen, die ich so nicht stehen lassen kann, weil sie zu einem großen Teil einfach falsch beziehungsweise pauschalisiert worden sind“, nimmt Robert Brückner dazu Stellung. Es sei das ganze Jahr über eine Menge los, von der Museumsnacht über die Schütz-Musiktage bis zu den Theatertagen und Höfischer Wei(h)n-Nacht.
Viele kulturelle Veranstaltungen würden sich bei dem großen und bunten Angebot sogar überkreuzen. „Deshalb ist so eine Kritik ein Schlag ins Gesicht für alle, die sich in Weißenfels haupt- und ehrenamtlich für die unterschiedlichsten Kulturangebote engagieren“, sagt Brückner. Er verweist auf eine Fülle an Konzerten und Ausstellungen im Fürstenpalais, im Heinrich-Schütz-Haus und im Kulturhaus, im Kloster und im Irish Pub im Geleitshaus. Hinzu kämen Veranstaltungen am Bismarckturm, in den Kirchen und beim Literaturkreis Novalis sowie beim Kunstverein Brandsanierung. „Wir haben für das Schlossfestprogramm in diesem Jahr fast 30 000 Euro mehr ausgegeben als im Vorjahr“, fügt er hinzu. Die Summe sei durch Mehreinnahmen wieder eingespielt worden, so dass die Stadt kein höheres Defizit tragen müsse.
Konstruktive Kritik erwünscht
Für Ordnung und Sicherheit setzte die Kommune laut Kulturmanager 1 300 Euro mehr ein als im vergangenen Jahr zum Schlossfest. „Dieses Geld haben wir hauptsächlich für mehr Sicherheitspersonal und Reinigungskräfte investiert“, sagt der Amtsleiter. Er und sein Team hätten immer ein offenes Ohr für Kritik und Verbesserungsvorschläge. „Nur konstruktiv sollten sie sein“, bittet Brückner.
Positive Bilanz
Zum Thema Bewirtschaftung der Sanitäranlagen in diesem Jahr zum Schlossfest schreibt Frank Altermann, Inhaber des Weißenfelser Wach- und Sicherheitsdienstes, dass diesmal ein auswärtiges Unternehmen den Auftrag erhalten habe. Begründung: Die Stadt konnte dadurch 150 Euro einsparen. Robert Brückner bestätigt dies und bekräftigt, dass die Kommune mit der Arbeit des Freyburger Unternehmens sehr zufrieden gewesen sei: „Es gab in punkto Ordnung und Sicherheit keine nennenswerten Zwischenfälle, keine Ausschreitungen, unser Dank geht an die vielen tausend Gäste, die das Fest am letzten Augustwochenende so gut angenommen haben.“