Weißenfels Weißenfels: Sprachunterricht aus erster Hand
WEISSENFELS/MZ. - Gehalten hatte ihn James Seward, Konsul für öffentliche Angelegenheiten des Leipziger Generalkonsulats der USA - natürlich in seiner Muttersprache Englisch. "Wir hatten uns das ausdrücklich gewünscht. Wann hat man schon
einmal die Gelegenheit, den Schülern die Sprache aus erster Hand näherzubringen?", sagte Klaus-Dieter Kiontke, Englisch-Fachbereichsleiter am Weißenfelser Gymnasium.
Die Veranstaltung traf offenbar den Nerv der Schüler. "Ich hatte gar nicht so große Verständnisprobleme wie ich anfangs befürchtet hatte. Ich bin ganz gut in Englisch und Herr Seward hat eine verständliche Aussprache", sagte beispielsweise Kerstin Onemichl lächelnd, die zur Gruppe der Schüler gehört, die über den zweiten Bildungsweg am Gymnasium unterrichtet werden. Sie habe den Vortrag als sehr informativ empfunden. "Es war schon ungewohnt wegen der amerikanischen Aussprache, aber sehr interessant, weil es mal jemand anderes war, der über die USA und Obama erzählt hat", fand die
15-jährige Carla Benndorf. Man müsse auch nicht jedes einzelne Wort verstehen, um den Inhalt zu begreifen, ergänzte ihre Klassenkameradin Laura Berthel.
Besonders gefiel den Mädchen, dass sich der Konsul im Anschluss viel Zeit für Fragen aus dem Publikum nahm. "Ich war positiv überrascht, dass sich doch so viele getraut haben, eine Frage in der Fremdsprache zu stellen", freute sich denn auch Lehrer Kiontke. Er wolle weiterhin die Angebote des "Meet U.S."-Programms des Konsulats nutzen, um Abwechslung in seinen Sprachunterricht zu bringen.
Die Mitarbeiter der US-Außenvertretung waren bereits öfter an der Schule zu Gast. "Uns geht es darum, zu informieren und zu zeigen, dass die USA vielfältiger sind, als es beispielsweise im Fernsehen dargestellt wird", erklärte Konsul Seward, der einen Magister in Deutsch und Russisch vorweisen kann. Gerade das Arbeiten mit Schülern, bei dem man auch mal beiderseitige Vorurteile aufs Korn nehme, vermittle viel Wissen.
Das Generalkonsulat ist beim Sachsen-Anhalt-Tag an der Promenade mit einem eigenen Stand vertreten.