Massen strömen zu Messe in Stadthalle
Weißenfels/MZ. - 30 Unternehmen eingeladen und alle kamen. Selbst zwei Firmen aus den Niederlanden gaben ihre Visitenkarte ab. "Die Betriebe haben im Vorfeld ihren Bedarf angemeldet", sagte Petra Alsleben, Leiterin des Arbeitgeberservices im Burgenlandkreis. Sie war für die Veranstaltung verantwortlich.
Zusätzlich gab es einige Fachvorträge, bei denen sich die Leute über spezielle Themen informieren konnten. Ein Vortrag beschäftigte sich damit, Vorurteile gegen Zeitarbeit abzubauen. Über die unterschiedlichen gesetzlichen Bestimmungen in den Niederlanden wurde ebenfalls referiert. Gelobt wurde die Stadthalle als Veranstaltungsort: Die Leute konnten sich hinsetzen und das Informationsmaterial in aller Ruhe studieren.
"Bei uns war die Resonanz sehr groß. Wir haben teilweise stundenlang beraten", sagte Patrick List, Regionalleiter der Firma Job AG aus Leipzig. List war überrascht, dass viele junge Auszubildende kamen. "Das ist hier gut organisiert. Viele Agenturen machen so etwas in den eigenen Räumen, aber da ist es oft zu eng", sagte List.
"Bis jetzt war die Resonanz sehr gut, wir können uns nicht beschweren. Erste Kontakte sind geknüpft und später finden Vorstellungsgespräche statt", berichtete Heike Jungmann, Mitarbeiterin der Firma European Recruiting Service aus Bernburg. Das Unternehmen arbeitet auch für ausländische Betriebe. "Wir haben uns gewerblich-technisch spezialisiert. Deswegen haben wir kaum Angebote für Frauen", sagte Personalreferentin Steffi Hauer von der Firma Die p. A.-GmbH aus Zeitz. Auch sie war von der Stadthalle begeistert.
"Ich suche eine Stelle nach meiner Ausbildung. Für uns Maler ist das Angebot aber eher mager", fand der Naumburger Michael Tentscher. Ein wenig enttäuscht war Benjamin Fischer aus Rehehausen bei Bad Kösen. Er hatte ein Gespräch geführt, das laut seiner Aussage nichts gebracht hat. Trotzdem wollte er sich weiter umschauen. Er war auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle. Der Freyburger Gerd Priese suchte neue Arbeit im Büro- und Verwaltungsbereich, war jedoch an diesem Vormittag nicht fündig geworden. Dennoch, laut Petra Alsleben haben etwa 20 Prozent der Bewerber eine Stelle erhalten.