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Feuerwehrmann stürzt bei Einsatz ab

Von HOLGER ZIMMER 10.12.2008, 18:20

Halle/MZ. - Wehrleiter Erhard Hödel war noch Mittwoch schockiert. "Man hofft immer, dass nichts passiert. Ich bin aber froh, dass es einigermaßen glimpflich abgegangen ist. Der Junge hatte wohl einen Schutzengel." Ob er neben die Laufbohle zum Schornstein getreten, diese locker gewesen oder er abgerutscht sei, konnte Hödel nicht sagen.

Das im Technikraum ausgebrochene Feuer hatte ein Nachbar aufgrund der Rauchentwicklung entdeckt. Der Geschäftsführer, des Bauelemente-Vertriebs, Wolfgang Pekel, versuchte zunächst, mit zwei Feuerlöschern die Flammen zu bekämpfen. Als das nicht gelang, wurde 17.30 Uhr Alarm geschlagen. Die Großkorbethaer kamen mit dem Hilfeleistungslöschfahrzeug und acht Kameraden sowie die Kleinkorbethaer mit dem Tragkraftspritzenauto und zwei Leuten. Laut Hödel habe man den Brand gegen 18 Uhr im Griff gehabt, so dass es beim Sachschaden von rund 50 000 Euro blieb. "Wir brauchten nicht mal die Hydranten", sagte der Wehrleiter, "und auch nicht die gesamten 2 000 Liter Wasser von unserem im Vorjahr angeschafften Fahrzeug, weil mit den modernen Strahlrohren der Wasserverbrauch gering ist." Jedenfalls konnte ein Übergreifen der Flammen auf den Dachstuhl verhindert werden. Bei der Brandwache halfen zwei Lützener Wehrleute. Noch in der Nacht war ein Bagger im Einsatz, damit Envia-M-Mitarbeiter das Gebäude von der Energiezufuhr trennen konnten, um die Versorgung der nahen Wohnhäuser zu gewährleisten. Mittwoch herrschte in der Werkstatt von Wolfgang Pekel Ruhe. Die Wände waren verrußt, die Stahltür zum Technikraum war versiegelt. Hier wollen Sachverständige Donnerstag die Brandursache ermitteln.