Burgenlandkreis Burgenlandkreis: Neue Technik hilft gleich am Unfallort
BORAU/MZ. - Zur Bewältigung von Katastrophen mit vielen Verletzten wie zum Beispiel Busunglücken ist der Burgenlandkreis jetzt besser ausgerüstet. Am Freitagnachmittag übergab Innenstaatssekretär Rüdiger Erben (SPD) an die Rettungswache Weißenfels des Deutschen Roten Kreuzes ein Fahrzeug mit einem für große Rettungseinsätze ausgestatteten Container.
Am Abend nahm die Freiwillige Feuerwehr Wetzendorf in der Verbandsgemeinde Unstruttal ein Hilfeleistungsfahrzeug in Besitz. Beide wurden in der Zeit der Krise im Fahrzeugbau bestellt und mit Konjunkturmitteln des Landes - 516 000 Euro - bezahlt. Der Landkreis hat einen Anteil von 12,5 Prozent getragen.
Christian Habelmann war bereits dabei, als der Wechsellader-Lkw mit dem gefüllten Container beim Fahrzeugbauer in Luckenwalde abgeholt wurde. Er hat schon üben können, den Container sanft auf eine feste Fläche abrollen zu lassen. Henri Knochenhauer, der zur Einweisung in die neue Technik beim Hersteller auch dabei war, hatte sein Augenmerk mehr auf den Containerinhalt gelenkt. Denn um den nutzen zu können, müssen die Männer und Frauen des DRK-Kreisverbandes Weißenfels erst einmal wissen, was überhaupt alles wo auf dem Fahrzeug ist und wie es funktioniert, was noch darauf sollte, wie und wo es unterzubringen ist.
Zusätzlich zu ihren gewöhnlichen wöchentlichen Diensten haben die freiwilligen DRK-Helfer gemeinsam mit denen der Rettungswache Borau / Kleben schon einige Stunden damit verbracht, das kennenzulernen, was sie in die Lage versetzen soll, spätestens binnen zwei Stunden schnelle Hilfe vor Ort zu leisten, wenn sich ein Unglück mit vielen Menschen ereignet. Bis zu 50 Behandlungsplätze können bei voller Ausstattung des Containers an der Unglücksstelle eingerichtet werden. Dazu gehören dann vier Zelte - gegenwärtig sind drei vorhanden -, EKG-Überwachungstechnik, Blutdruckmessgeräte, Beatmungsgeräte, Verbands- und Desinfektionsmaterial. Für annähernd 7 000 Euro will der DRK-Kreisverband noch nachrüsten.
"Wir hoffen, das Fahrzeug nicht einsetzen zu müssen, bereiten uns aber darauf vor, es einsetzen zu können, wenn es notwendig ist", sagte Mike Müller, verantwortlich beim DRK für Rettungsdienst und Katastrophenschutz. Dafür wird regelmäßig geübt, auch die Jugend zeitig herangezogen. Im Ernstfall können mit den Mitarbeitern der Rettungswache 20 bis 30 Männer und Frauen die Rettungseinheit zum Einsatz bringen, so Müller.