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Asklepios-Klinik in Weißenfels Asklepios-Klinik in Weißenfels: Netzwerk Traumazentrum

Von bärbel schmuck 11.09.2015, 14:15
Im Schockraum des regionalen Traumazentrums in Weißenfels: Chefarzt Dr. med. Andreas Hellweger
Im Schockraum des regionalen Traumazentrums in Weißenfels: Chefarzt Dr. med. Andreas Hellweger michael thomé Lizenz

weissenfels - Die Asklepios-Klinik in Weißenfels darf nach ihrer erneuten Rezertifizierung den Titel Regionales Traumazentrum tragen.

Unterschieden wird - je nach Schweregraden der Verletzungen von Unfall-Patienten - nach Kategorien. Zu den überregionalen Traumazentren in Sachsen-Anhalt Süd zählen die Einrichtung Bergmannstrost in Halle und die Universitätsklinik Halle. Regionales Traumazentrum im Burgenlandkreis ist die Asklepios-Klinik Weißenfels. Die Krankenhäuser in Naumburg,Merseburg und Zeitz sind lokale Traumazentren.

Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie hat dem Krankenhaus in der Naumburger Straße 76 bescheinigt, dass es schwerstverletzte Patienten in einer erstklassigen Qualität versorgen würde. Zudem hat die Gesellschaft der Klinik eine ausgezeichnete Vernetzung mit den Rettungsdiensten und anderen Krankenhäusern bestätigt.

„Wir sind sehr stolz, dass wir alle Bedingungen zum Erhalt des Traumazentrums erfüllt haben“, erklärt Chefarzt Dr. med. Andreas Hellweger im Gespräch mit der MZ. Mit der wiederholten Anerkennung verbindet Hellweger ausgebildete Ärzte, Krankenschwestern und -pfleger - mit ihm zusammen sind das 24 Fachleute an der Zahl, die entsprechend geschult seien. Die Rezertifizierung hat eine Gültigkeitsdauer von drei Jahren - läuft bis Mitte Oktober 2018.

„Im Durchschnitt kümmert sich pro Jahr ein siebenköpfiges Team aus den Reihen des geschulten Personals um etwa 50 Patienten mit schwersten Verletzungen“, sagt der Chefarzt. Die Spezialisten betreuten die Unfallopfer zunächst im Schockraum in der Notaufnahme. Und bei diesen schwerstverletzten Menschen, die in Weißenfels versorgt würden, handele es sich meistens um Verletzungen nach Verkehrsunfällen im Brustkorbbereich, im Bauchraum und an den großen Röhrenknochen. Seien Kinder und schwangere Frauen von derartigen schwersten Verletzungen betroffen, dann stünden die Mitarbeiter des Regionaltraumazentrums in Weißenfels vor besonderen Herausforderungen, sagt der 45-jährige Chefarzt. Emotionen aufgrund schwerer Schicksalsschläge dürften dabei keine Rolle spielen. „Wenn es um Leib und Leben geht, treten wir an, Menschenleben, das am seidenen Faden hängt, zu retten. Da dürfen keine Fehler passieren“, so Hellweger.

Laut Einschätzung des erfahrenen Facharztes ist die Mitgliedschaft der Asklepios-Klinik Weißenfels im Traumanetzwerk in Sachsen-Anhalt von großem Vorteil. „Im Notfall können wir Ärzte so schneller entscheiden, wohin Verletzte gebracht werden sollen“, sagt er. Rettungskräfte müssten keine unnötigen Rückfragen stellen, verletzten Personen würden Transporte erspart bleiben, sie bekämen bestmögliche Versorgung. (mz)