1. MZ.de
  2. >
  3. Lokal
  4. >
  5. Nachrichten Sangerhausen
  6. >
  7. Stimmzettel zur OB-Wahl: Stimmzettel zur OB-Wahl: Berufsbezeichnung bei Kandidat sorgt für Stirnrunzeln

Stimmzettel zur OB-Wahl Stimmzettel zur OB-Wahl: Berufsbezeichnung bei Kandidat sorgt für Stirnrunzeln

Von Grit Pommer 28.04.2017, 12:00
Die Berufs- und Tätigkeitsbezeichnungen unter OB-Kandidat Ralf Poschmann sorgte beim Sangerhäuser Eberhard Raap für Stirnrunzeln.
Die Berufs- und Tätigkeitsbezeichnungen unter OB-Kandidat Ralf Poschmann sorgte beim Sangerhäuser Eberhard Raap für Stirnrunzeln. Schumann

Sangerhausen - Am 7. Mai werden in Sangerhausen bei der Stichwahl um das Amt des Bürgermeisters zwei Namen auf dem Stimmzettel stehen: Ralf Poschmann (CDU) und Sven Strauß (SPD). Das, was unter den Namen steht, hat unterdessen in der ersten Wahlrunde bei dem Sangerhäuser Eberhard Raap Stirnrunzeln verursacht - wegen der Berufs- und Tätigkeitsbezeichnungen, die unter den Namen der Kandidaten abgedruckt waren.

Ist Tätigkeitsangabe Bürgermeister auf dem Stimmzettel korrekt?

Vor der Stichwahl am 7. Mai wird MZ die beiden OB-Kandidaten Ralf Poschmann und Sven Strauß in einem Doppelinterview befragen. Das ist Ihre Chance, liebe Leser, auch Ihre ganz persönlichen Fragen an die beiden Kandidaten loszuwerden. Brennt Ihnen ein Thema in Sangerhausen oder den Ortsteilen besonders auf den Nägeln? Wollen Sie den Bewerbern zu ihren Absichten im höchsten Amt der Stadt auf den Zahn fühlen? Dann schreiben Sie uns bitte Ihre Fragen bis Dienstag, 2. Mai, an die MZ-Redaktion, Grauengasse 1c in 05626 Sangerhausen, oder auch per Mail an [email protected].

Patrick Graul firmierte dort als Elektriker, Holger Hüttel als Soldat, Gerald Neuschl als selbstständig, Sven Strauß als Diplom-Verwaltungswirt (FH) - und Ralf Poschmann als Bürgermeister. Das sei kein Beruf, sondern eine Wahlfunktion, meint Raap und fürchtet eine Beeinflussung des Wählers. Denn der könnte sich ja fragen: Wenn es schon einen Bürgermeister gibt, warum sollen wir dann noch einen wählen?

Die Tätigkeitsangabe Bürgermeister ist allerdings vollkommen korrekt, erklärt Wahlleiter Jens Schuster auf MZ-Anfrage. „Der Gesetzgeber lässt an dieser Stelle eine große Bandbreite zu“, sagt er. Die Kandidaten könnten entscheiden, ob sie ihren Ausbildungsberuf angeben, ihre jetzige Tätigkeit oder aber einen Status, den sie gerade innehaben.

Im Fall von Ralf Poschmann wären also ebenso die Angaben „Lehrer“ oder „Beamter“ möglich gewesen. Doch auch Bürgermeister als aktueller Status entspreche den Vorgaben.

23.500 neue Stimmzettel werden für Stichwahl in Sangerhausen gedruckt

Der Stimmzettel werde übrigens nicht nur vom Wahlleiter, sondern auch von der Kommunalaufsicht überprüft und bestätigt, bevor er in Druck geht, sagt Schuster. Für die Stichwahl lässt Sangerhausen gut 23.500 neue Zettel drucken. So viele Einwohner sind in der Kernstadt und den 14 Ortsteilen dazu aufgerufen, endgültig über die Besetzung des Amtes für die nächsten sieben Jahre zu entscheiden. Wahlrecht besteht bei Kommunalwahlen in Sachsen-Anhalt schon ab einem Alter von 16 Jahren.

Im ersten Wahlgang hatte allerdings nur gut jeder Dritte davon Gebrauch gemacht. Bei der Stichwahl wird eine noch geringere Beteiligung befürchtet. (mz)