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Sommerrodelbahn Wippra Sommerrodelbahn Wippra: Hinweisschild soll weichen

Von Daniela Kainz 15.05.2003, 15:49

Wippra/MZ. - Werbung gehört zum Geschäft. Das weiß auch Axel Kursawe. Der Inhaber der Sommerrodelbahn in Wippra hat an der B 242 ein Schild und einen Anhänger mit Hinweisen auf sein Ausflugsziel aufgestellt. "Damit Auswärtige wissen, wie sie zu uns gelangen", erklärt er. Doch an dieser Werbung nimmt der Landkreis Anstoß.

In einem Schreiben wird Kursawe angehalten, diese Hinweise zu entfernen. Sollte er der Aufforderung nicht nachkommen, behält es sich der Kreis vor, eine Geldstrafe auszusprechen. Sie kann bis zu 500 000 Euro hoch sein.

"Schild und Wagen wurden ohne Genehmigung aufgestellt", sagt Pressesprecherin Heike Jentsch und verweist auf die Gesetzeslage. Danach darf Werbung dieser Art an Bundesstraßen nicht angebracht werden. Unabhängig davon erklärt sich der Kreis bereit, in einem Gespräch mit dem Betreiber der Bahn einen geeigneten Platz für seine Werbung zu finden. Bislang sei dieses Angebot aber noch nicht genutzt worden, so Jentsch weiter.

Dass die Kreisverwaltung keine Werbung an der Bundesstraße 242 zulässt, verwundert den Chef der Rodelbahn. Kursawe: "Andere Landkreise reagieren entgegenkommender." In Sangerhausen und Quedlinburg sei es einfacher gewesen, an zentralen Standorten auf das Touristenziel aufmerksam zu machen. So will Kursawe auch im Mansfelder Land nicht aufgeben und hofft, dass mit der Kreisverwaltung doch noch ein Kompromiss gefunden wird.

Rund 70 000 Gäste nutzen ihm zufolge jährlich die im April 1999 eröffnete Anlage, die zurzeit von sechs Mitarbeitern betreut wird. "Leider nimmt die Zahl der Besucher ab, auch wenn uns die Einwohner aus dem Mansfelder Land die Treue halten", so der Rodelbahn-Chef. Das Unternehmen sei deshalb auf Touristen aus anderen Bundesländern angewiesen, um zu überleben. Kursawe: "Und die finden den Weg nur zu uns, wenn er schon an den Abzweigen der Bundesstraßen ausgeschildert ist."