Sommerferien Sommerferien: Ennepetaler erkunden Harz

STOLBERG/MZ - 23 Mädchen und Jungen, im Alter zwischen acht und 13 Jahren, verbringen gegenwärtig zwei Wochen ihrer Schulferien im Ferienhof „Forsthaus Auerberg“. Am Dialekt merkte man, dass sie nicht aus dem Harz kommen. Ihre Heimatstadt ist Ennepetal im Ruhrgebiet, in Nordrhein-Westfalen.
Das Ferienlager befindet sich quasi am Fuße des Aussichtsturms Josephskreuz. Das im 19. Jahrhundert erbaute Metallkreuz ist 38 Meter hoch und wiegt etwa 120 Tonnen. Die Konstruktion wird von 100 000 Nieten zusammengehalten. 1896 wurde das Kreuz eingeweiht. 1987 musste das Kreuz wegen Baufälligkeit gesperrt. Ab dem Jahr 1989 wurde es saniert und 1990 wiedereröffnet.
Für ihre Betreuung sind der Gruppenleiter Stefan Keim, Ricco Weber und Melanie Jeromin zuständig. „Wir wollten mit den Kindern eine erlebnisreiche Zeit in einer schönen Umgebung verbringen“, sagte Gruppenleiter Keim: „Mit dem Ferienhof auf dem Auerberg hat sich die Stadtverwaltung Ennepetal genau für das richtige Domizil entschieden. Es ist einfach wunderbar hier, von der Unterkunft bis zur Umgebung.“
Die Betreuer waren mit den Kindern schon in Thale auf dem Hexentanzplatz und im Freizeitpark Belantis. Nach Stolberg sind sie sogar gewandert. „Für den Rückweg haben wir dann den Bus gewählt“, sagte Melanie Jeromin. „Der Weg war ganz schön weit für ungeübte Füße.“ Auch das Josephskreuz stand schon ein paar Mal aus dem Programm.
Naturrallye und Erlebnispfad
Alle Wege zu den Ausflugszielen legen die Betreuer mit den Kindern entweder zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurück. „Mit dem Nahverkehr sieht es leider nicht besonders gut aus“, kritisierten sie. „An den Wochenenden fährt hier ja gar nichts. Das sind wir von zu Hause her anders gewöhnt.“
Da gab es bei der Naturrallye mit den Mitarbeitern des Biosphärenreservates Karstlandschaft Südharz in Roßla keine Schwierigkeiten, die war nämlich vor der Haustür. „Wir wollen, dass die Kinder den Wald und seine Bewohner näher kennenlernen“, war die Bitte der Betreuer.
Entlang des Wald-Erlebnispfades am Auerberg hatten die Ranger für die Kinder fünf Stationen einer Naturrallye aufgebaut. Hier konnten diese in Teamarbeit ihr Wissen unter Beweis stellen und sich informieren.
Besondere Begeisterung unter den Jungen rief der Schädel eines Wildschweins am Stand von Karin Rost hervor. „Eigentlich sollten die Kinder hier nur die Spuren den jeweiligen Tieren zuordnen“, sagt Frau Rost schmunzelnd. „Aber irgendwie war der Schädel mit den großen Zähnen doch sehr interessant.“ Diese Aufgabe wurde dort ebenso gelöst wie an der Station bei Jan Ladwig. Er hatte Zweige von Bäumen und Sträuchern parat, deren Namen gefragt waren. „Die Rallye hat uns gut gefallen“, sagte am Ende Julius Rönfeldt. Tracy Demslei war aufgefallen: „Hier ist es überhaupt sehr schön, und alle sind freundlich.“