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Sangerhausen Sangerhausen: Traumpartner haben sich gefunden

Von Susann Salzmann 23.01.2012, 17:03

Oberröblingen/MZ. - Vielseitig, gelehrig und treu. Diese Eigenschaften muss der Traumpartner mitbringen. Nicht nur der menschliche, sondern auch der tierische Gefährte. Insgesamt 54 Hundenarren aus Sachsen-Anhalt und Thüringen haben ihren tierischen Traumpartner gefunden, den Pudel. "Sie sind die liebsten, treusten, intelligentesten und schönsten Tiere", schwärmte Ronald Dulz. Er und andere Pudelliebhaber haben sich zusammengefunden und kurzerhand beschlossen, die "Interessengemeinschaft der Pudelfreunde Mansfeld-Südharz" zu gründen. Im Übrigen die einzige im gesamten Landkreis Mansfeld-Südharz. "Wenn nicht sogar die einzige in Sachsen-Anhalt. Ich habe zumindest keine andere auffinden können", ergänzte Dulz, der Besitzer eines Hundesalons ist. Das Ziel: einfach nur Spaß zu haben und die Gemeinschaft mit gleichgesinnten Pudelfans zu genießen.

Mit einer Pudelwanderung im vergangenen Frühjahr fing alles an. Diese Premiere stieß auf solch positive Resonanz, dass die Hundebesitzer, die zu Dulz kamen, in regelmäßigen Abständen nachfragten, wann wieder ein solches Event geplant ist. "Und dann folgte die zweite, dann die dritte Wanderung". Man genoss das Zusammensein und dies gab schließlich den Anstoß zur Gründung einer Gemeinschaft. Dabei wollten sich die Pudelfans aber keine tiefergehenden Verpflichtungen auferlegen., wie es bei einer Vereinsgründung der Fall gewesen wäre. Auf einen Vorstand, Beiträge, Papiere und eine bindende Mitgliedschaft kann in diesem Rahmen verzichtet werden. "Jeder kommt und macht mit, so wie er selbst kann und möchte", sagte Dulz und blickte währenddessen sichtlich zufrieden in die größere Runde an Hunden und Hundebesitzern.

Die Faszination des weißhaarigen Pudelmännchens Clark war groß. Die zwölfjährige Marie Vogler, eine der jüngsten Pudelvernarrten, war hin und weg. Mit einem verträumten Lächeln kuschelte sich die Oberröblingerin an Dulz" großen Königspudel. "Das Fell ist ja so weich. Den würde ich gern mit nach Hause nehmen", erklärte die Schülerin, die ganz eingenommen vom ruhigen Wesen des Hundes war. "Das ist besser als ein Kuscheltier", sagte sie und drückte ihren Kopf in das weiche und zurecht gestylte Fell des Rüden. Konkurrenz für die eigene Pudeldame Uschi bestehe aber nicht. Freundin Lea Kopf schmuste indes mit dem schwarzen Großpudel Kurt, der deutlich temperamentvoller war. Zu temperamentvoll für die Elfjährige.

Das dichte und krause Haar Kurts setzte sein Herrchen Ronald Dulz gekonnt in Szene - fast ähnelte es der Mähne eines Löwen. Auf seinem Kopf befand sich sogar eine Krone aus des Pudels Haarschopf. "Da frisiere ich etwa fünf Stunden lang", merkte Dulz an. Der siebenjährige Eddie und der vierjährige Rudi sind die tierischen Traumpartner von Familie Thielicker - und das gleich im Doppelpack. Seit 40 Jahren sind sie dieser Rasse treu. "Wir hatten mal einen Pudel als Findling und dann sind wir dabei geblieben", erzählte Klaus-Dieter Thielicker, während er seine beiden Lieblinge tätschelte. Immerhin jeden zweiten Tag investiere der Sangerhäuser jeweils eine halbe Stunde in die Fellpflege. Praktische Einfachheit ist ihm bei der Fellfrisur lieber als eine aufwendige Schur. Und die Tiere haben noch weitere Vorzüge: "Rudi ist gut in der Unterordnung", benannte der 68-jährige Sangerhäuser einen Vorzug seines Pudels, während Ehefrau Monika noch hinzufügte: "Und Eddie bringt uns fast alles. Praktisch wie ein Hausmädchen", lachte sie. Selbst das Tanzen beherrsche der Rüde. Dann zumindest besteht ja beim arrangierten Tanzabend der Pudelfreunde kein Mangel an Tanzpartnern.

In diesem Jahr stehen bereits mehrere Höhepunkte an. Dazu gehören drei Wanderungen. Die erste soll am 19. Februar um 10 Uhr beginnen. Wohin es geht, werde spontan festgelegt. Am 19. Mai allerdings solle ein noch größeres Event stattfinden. Alles soll sich an diesem Tag um den Pudel drehen mit vielen Überraschungen. Deshalb wurde bereits jetzt mit Sponsoren in Kontakt getreten. Alles andere bleibt ein Geheimnis und Fantasie der Organisatoren.

Als Unterstützung sowie Ansprechpartner für Interessenten stehen neben Dulz ferner Annett Körner, Martina Wischnewski, Antje Barteloff, Petra Walther und Jacqueline Teske zur Verfügung. Das Gemeinschaftsziel, nämlich einfach nur Spaß zu haben, wurde auch an diesem Nachmittag schnell wieder erreicht. Nur ein Logo fehlt noch. Für das Aussehen gibt es allerdings nur eine Option: natürlich ein majestätisch anmutender Pudel.