Sangerhausen Sangerhausen: Ende der Wohnheime für Asylbewerber
SANGERHAUSEN/MZ. - Landkreis ist auf einem guten Weg
"Diese Entscheidung ist zu begrüßen, denn das Gebäude ist in einem sehr schlechten Zustand", sagte Matthias Sens, der Vorsitzende des Runden Tisches, der sich seit 1993 um die Situation der Ausländer in Sachsen-Anhalt kümmert.
Künftig sollen die Asylbewerber in einem Wohnblock in der Quenstedter Straße untergebracht werden. Familien erhalten dort eine eigene Wohnung, Alleinstehende werden in Wohngemeinschaften untergebracht. Anders als in den Gemeinschaftsunterkünften, in denen die Betreuung komplett organisiert wird, müssen sich die Asylbewerber hier um vieles selber kümmern. "Das stärkt die Selbstständigkeit und Eigenverantwortung", meint Susi Möbbeck, Integrationsbeauftragte von Sachsen-Anhalt. Sie sieht den Landkreis bei der Unterbringung insgesamt auf einem guten Weg. Vorbild für diese dezentrale Unterbringung ist der Altkreis Sangerhausen. Hier sind die Gemeinschaftsunterkünfte schon seit Jahren aufgelöst und die Asylbewerber in Wohnungen in gemischten Wohngebieten untergebracht. "Dies stärkt die Integration und den Kontakt", so Möbbeck.
Dieses Modell soll nach Auskunft des Landkreises langfristig auch in Eisleben umgesetzt werden.
Insgesamt 1.679 Ausländer
Denn in dem Wohnblock in der Querfurter Straße blieben die Asylbewerber weiterhin unter sich. Zudem müssen sich die Alleinstehenden mit drei anderen ein Schlafzimmer teilen. "Nach wie vor sind das zu beengte Wohnraumverhältnisse", sagt Sens.
Insgesamt leben im Landkreis Mansfeld-Südharz 1 679 Ausländer. Mit etwas über einem Prozent Anteil an der Gesamtbevölkerung ist die Quote sehr gering.