Parteitag Parteitag: Adelbert Stickel bleibt Kreischef der Union
Berga/MZ. - Adelbert Stickel bleibt Vorsitzender der CDU im Landkreis Sangerhausen. Von 53 Unionsmitgliedern stimmten am späten Donnerstagabend 45 (84,9 Prozent) für den 47-Jährigen aus Allstedt, drei enthielten sich der Stimmen, fünf votierten dagegen. Stickel blieb ohne Gegenkandidaten. Als Stickels Stellvertreter wurden Sibylle Lucas (Wolfsberg) und Andreas Skrypek (Sangerhausen) gewählt.
Zuvor hatte Stickel die Mitglieder eingeschworen, die Parteiarbeit zu intensivieren, um dem Mitgliederschwund entgegen zu wirken. "Es müssen wieder mehr Beratungen in den Ortsverbänden stattfinden, und wir müssen agieren, statt nur zu reagieren", konstatierte der Unionschef.
Zudem sollten die parteilosen Bürgermeister und Räte, die über die Unionslisten kandidiert hatten, mehr in die Diskussionen einbezogen werden. Ferner machte Stickel,
der Chef des Verwaltungsamtes in Allstedt ist, auf die prekäre finanzielle Situation in den Kommunen aufmerksam. "Die Diskussion wird härter", so Stickel angesichts der bevorstehenden finanziellen Kürzungen der freiwilligen Aufgaben.
Mit Blick auf die angestrebte Verwaltungsreform in Sachsen-Anhalt forderte Stickel die von CDU und FDP geführte Landesregierung auf, in einem Anhörungsverfahren die "notwendige Sorgfalt" walten zu lassen, um den Landkreis Sangerhausen am Ende nicht als Verlierer dastehen zu lassen. CDU-Landesvize Thomas Webel warnte in diesem Zusammenhang vor den möglichen Folgen. Der Landrat des Ohrekreises berichtete unter anderem von den Erfahrungen der 94er Gebietsreform im nördlichen Teil des Landes. Neben dem Verlust des Kreisstadtstatus hätten die Städte auch Gerichts- und Krankenhausstandorte verloren. Zudem bescheinigte er dem Landkreis Sangerhausen eine gute Struktur. "Sie liegen im Personenstandsvergleich der 21 Kreise in fast allen Positionen an erster Stelle", betonte Webel. Der CDU-Landtagsabgeordnete André Schröder erinnerte die Anwesenden an die "geschmiedete Allianz für Sangerhausen". In einem zehn Punkte umfassenden Positionspapier fordern die drei Parlamentarier Schröder, Gurke (beide CDU) und Qual (FDP) von der Landesregierung Klarheit über die hiesigen Behörden und die Perspektiven des Landkreises. Kommentar