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Mammut motiviert zu neuen Taten

Von Marion Rohland 04.10.2006, 16:04

Sangerhausen/MZ. - Seit acht Jahren vergibt der Rotary-Club Sangerhausen diesen Preis für junges Engagement hier in der Region.

Das auf die jährliche Ausschreibung meist nur Projektgruppen von Gymnasien reagieren und diese auch meist aus Sangerhausen kommen, findet Rotary-Mitglied Uwe Breuer sehr bedauerlich. Er ist sich sicher, das es im gesamten Landkreis engagierte junge Menschen gibt. Wer den jungen Männern und Frauen, die sich im Restaurant "Rialto" zusammen mit den Rotary-Mitgliedern versammelt hatten, bei der Vorstellung ihrer Projekte zuhörte - der machte sich zumindest an diesem Abend keine Sorgen mehr um Generationskonflikt und kulturelle Armut. Selbstbewußtsein und der Spaß am Miteinander saßen in geballter - und sehr gespannter - menschlicher Gestalt an den Tischen.

Die Rotarier verstanden es, den Spannungsbogen zu halten, als Uwe Breuer bekannt gab, dass es zwei dritte Preise geben wird. Aus den Händen von Rotary-Vizepräsident Jörg-Ulrich Hanske und dem Landtagsabgeordneten André Schröder (CDU) nahm Stefanie Richter stellvertretend für das Filmprojekt "Schicksal oder Zufall" und Sebastian Mertten für das Team zum Filmspot "Germanopoli" ihren Preis entgegen. Die beiden unabhängigen Filmprojekte setzen sich kritisch mit dem Leben und der Gesellschaft auseinander. Sie sind in völliger Eigeninitiative der jungen Leute entstanden.

Sie ,erspielten' sich den zweiten Preis: das 1999 gegründete Gitarrenensemble der Musikschule Sangerhausen unter Leitung von Lutz Müller. Mit ihrem Respekt vor einer CD-Einspielung und den vielen Auftritten des Ensembles begründete Uwe Breuer die Entscheidung der Rotarier für diese Platzierung.

Ein Jahr soziales Engagement für die Lobby der Sangerhäuser Tafel, gegen Kinderarmut und der Focus auf die Probleme anderer Menschen waren den Rotariern in diesem Jahr einen ersten Preis wert. Mit ihrem Projekt "Die Tafel" nahm Franziska Zesch stellvertretend für die Projektgruppe das "Junge Mammut" als Sieger des Wettbewerbs entgegen. Sie konnten es kaum glauben, das gerade ihr Projekt mit dem "Junge Mammut" gewürdigt wurde: "Die anderen Beiträge sind doch alle gleich spannend", so der Kommentar von Kathleen Knopf. Noch andere Dinge geschehen an diesem Abend. Zum einen erzählen alle Projektgruppen ganz selbstverständlich davon, wie sie weiter machen wollen.

Die Rede ist von der Gründung einer Filmgruppe UnsAlln, von spielerischem Sprachunterricht für junge Zuwanderer oder der Einspielung einer neuen CD. Die Unternehmer, Anwälte und Politiker kommen mit den jungen Leuten ins Gespräch, hören ihnen zu, geben Rat.