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Konzert in Sangerhausen Konzert in Sangerhausen: Die Kastelruther Spatzen begeistern die Massen

Von Tina Edler Und Susanne Weissgerber 23.08.2013, 19:02
Beim Konzert der Kastelruther Spatzen auf dem Sangerhäuser Marktplatz herrschte tolle Stimmung. Die knapp 2 400 Fans der Gruppe sangen, tanzten und schunkelten zu ihren Lieblingsliedern mit.
Beim Konzert der Kastelruther Spatzen auf dem Sangerhäuser Marktplatz herrschte tolle Stimmung. Die knapp 2 400 Fans der Gruppe sangen, tanzten und schunkelten zu ihren Lieblingsliedern mit. Klaus Winterfeld Lizenz

Sie klatschen, schunkeln und singen laut mit. Die Fans der Kastelruther Spatzen hatten bei dem Konzert ihrer Idole am Donnerstagabend auf dem Marktplatz zum zweiten Sangerhäuser Rosenboulevard sichtlich Spaß.

Knapp 2 400  Besucher waren es in diesem Jahr. Das freut auch den Veranstalter Hohenstein-Konzerte, wie André Beherzig, der Pressesprecher der Firma, erklärt. „Wie schon im vergangenen Jahr hatten wir sehr gute Besucherzahlen. Zusätzlich hatten wir auch Glück mit dem Wetter, was für ein solches Konzert immer förderlich ist.“ Gegen Nachmittag waren die Sitzplätze auf dem Marktplatz schon zu gut einem Drittel gefüllt, obwohl der Auftritt der Kastelruther Spatzen erst 19.30 Uhr begann. Echte Fans warten eben auf ihre Musiker, so wie Annerose Hülßner aus Donndorf, die die Wartezeit gern in Kauf nahm: „Ich kann es kaum erwarten, dass das Konzert losgeht“, sagte die Seniorin. Da halte sie es auch gern in der Sonne aus. Und den Fans war kein Weg zu weit: Aus ganz Deutschland, der Schweiz, Österreich, Luxemburg und Holland reisten die Spatzen-Freunde an. „Mindestens 50 Prozent der Konzertbesucher sind überregionale Gäste“, so Beherzig. Nachdem Schlagersänger Rudy Giovannini fast eineinhalb Stunden dem Publikum einheizte, konnten die angereisten Fans ihre sieben Spatzen bejubeln. Jung und Alt, in Tracht oder in Fankleidung: Es gab ein riesiges Kreischkonzert, als die Südtiroler die Bühne betraten.

"Ich bin schon seit 20 Jahren Fan der Spatzen"

Christa Schwarz und ihre Freundin waren schon im vergangenen Jahr beim ersten Rosenboulevard auf dem Marktplatz dabei. Die eingefleischten Fans aus dem Kyffhäuserkreis fieberten dem Konzert lange entgegen. „Wir haben unsere Karten bereits seit Januar und konnten es kaum erwarten“, so die Freundinnen. „Wir mögen die Musik, weil uns die Texte aus der Seele sprechen“, sagte Schwarz. Das findet auch Frank Gatzemeier: „Die Kastelruther Spatzen schreiben Lieder mit tiefgreifenden Texten, die die Herzen berühren. Ihre sympathische und bodenständige Art ist einmalig.“ Gatzemeier war zusammen mit dem gesamten Fanclub Eichsfeld-Leinetal aus der Nähe von Göttingen angereist. Und das Konzert in Sangerhausen wird nicht sein letztes gewesen sein. „Ich bin schon seit 20 Jahren Fan der Spatzen und war schon bei mehr als 150 Konzerten. Und ich würde sagen: 150 Konzerte sind nicht genug“, berichtete der Volksmusikfan. Der große Besucherandrang war auch bei den Gewerbetreibenden in der Sangerhäuser Innenstadt spürbar.

Das Eiscafé „Campanella“ konnte einen erhöhten Umsatz verbuchen und hätte sogar die Öffnungszeiten bis nach 18 Uhr verlängert, berichtete eine Mitarbeiterin. Zu diesem Zeitpunkt waren die meisten Konzertgänger aber schon vor der Bühne. Auch am Bratwurststand am Markt bildete sich am Nachmittag eine lange Schlange, die bis zum Beginn des Konzertes nicht kleiner wurde. Dana Raase von der „Blumenboutique Meinhardt“ freute sich über spürbar mehr Kundschaft: „Wir hatten viele Vorbestellungen von auswärtigen Besuchern. Vor allem weiße Rosen, die sie der Band überreichen wollten.“ Passend zum Lied „Eine weiße Rose“.

Allerdings gibt es auch kritische Stimmen zu der Veranstaltung. Die Unternehmer am Marktplatz waren nicht erfreut, wie der Veranstalter das Konzert organisierte. Sie hatten sich von diesem Tag mehr Kundschaft erhofft, was aber durch die Auflagen des Veranstalters nicht möglich gewesen sei.

Die Fans der Kastelruther Spatzen, wie diese aus Luxemburg, reisten nach Sangerhausen, um ihre Idole zu sehen.
Die Fans der Kastelruther Spatzen, wie diese aus Luxemburg, reisten nach Sangerhausen, um ihre Idole zu sehen.
Klaus Winterfeld Lizenz