Fußball-Verbandsliga Fußball-Verbandsliga: Gut gespielt und trotzdem verloren
Amsdorf/MZ. - Die Führung eine Minute später durch Halberstadts Torjäger Eric Hartmann fiel freilich bei einem Tempogegenstoß nach Abseits-Position, wie die Amsdorfer reklamierten.
Dieser frühe Treffer begünstigte das typische Spiel der Hausherren, aus einer dichten Abwehr heraus bei Ballbesitz sehr schnell umzuschalten und so Druck aufzubauen. Nun sorgte Romonta für größere Impulse, dominierte sogar im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit das Spielgeschehen. Michael Jahn und Enrico Brandt teilten sich das defensive Mittelfeld hinter den zentralen Figuren im Offensivbereich Dirk Adler und Steffen Seifert. Letzterer deutete seine Spielmacherqualitäten mit geschickten Anspielen in die Tiefe an.
Die Gäste zeigten mit schnellem, direktem Passspiel und klugen Ballstaffetten eine ordentliche Spielanlage. Am und im Halberstädter Strafraum jedoch verzettelten sie sich allzu oft in Einzelaktionen und ließen den letzten Biss vermissen. So verpassten sie bis zur Halbzeitpause, trotz mehrerer Chancen, den Ausgleich und ermöglichten dadurch erst den späteren, zu hohen Halberstädter Sieg. Ein Freistoß des sehr ambitioniert spielenden Dirk Adler in der 35. Minute verfehlte das VfB-Gehäuse nur knapp.
Wie aus dem Nichts fiel dann kurz nach der Pause das 2:0 durch Hartmann. Sein Talent stellte der 17-jährige Wladimir Penev unter Beweis: Eingewechselt in der 65. Minute für den angeschlagenen Hartmann, besorgte Halberstadts Zukunftshoffnung die beiden weiteren Germania-Tore. Als Amsdorf in der Rückwärtsbewegung wieder zu großzügig deckte, rächte dies Penev zum 3:0 nach 69 Spielminuten. Auf der anderen Seite besaß Adler eine gute Einschussmöglichkeit (71.) nach Vorarbeit von Jüttner, verzog jedoch erneut knapp.
Insgesamt fehlte der Amsdorfer Mannschaft am Sonnabend die Unterstützung von Fortuna. Den Schuss von Seifert (73.) konnte Neumann gerade noch über die Querlatte lenken. Der engagierte, aber glücklose Czarnetzki scheiterte vier Minuten später nur am Innenpfosten, von wo der Ball wieder ins Spielfeld sprang. Vorausgegangen war einer der schönsten Spielzüge der Amsdorfer in Zusammenarbeit mit Raik Wawrzyniak.
In diese Bemühungen fiel der vierte Treffer (82.) der Halberstädter, ein Kopfball Penevs nach indirektem Freistoß. Jüttners Distanzschuss, der nur zwei Minuten nach dem 4:0 im Gehäuse einschlug, sorgte nur noch für Ergebniskosmetik. Die beiden Hauptversäumnisse der sonst gleichwertig spielenden Amsdorfer: Sie patzten in der Rückwärtsbewegung in den entscheidenden Momenten und waren im Abschluss zu wirkungslos. Die Harzstädter brachten, begünstigt durch einige glückliche Umstände, den Sieg effektiv und ökonomisch nach Hause.
Amsdorf: Sven Bärwald - Möhler, Th. Dockhorn, U. Dockhorn (63. Trägner), Brandt (77. Kluge), Jahn, Jüttner, Wawrzyniak, Adler, Seifert (74. Steiner), Czarnetzki