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2008 fusionieren die Verbände noch nicht

Von Beate Lindner 06.11.2007, 17:29

Sangerhausen/MZ. - So das Fazit der Einwohnerversammlung, zu der Sangerhausens Oberbürgermeister Dieter Kupfernagel (Die Linke) das Thema der Gebührenkalkulation auf die Tagesordnung gesetzt hatte.

Ins Glashaus des Europa-Rosariums waren knapp 100 Einwohner aus Sangerhausen und den Ortsteilen gekommen, um zunächst von dem jeweiligen Verbandsgeschäftsführern zu hören, welche Entwicklungen es beim Trinkwasser (Dieter Kupfernagel) und beim Abwasser (Adelbert Stickel) gibt.

Und sie wollten natürlich ihre Fragen loswerden. Unter anderem nach der Fusion der beiden Verbände, die nach Aussage von Adelbert Stickel, der hauptamtlicher Geschäftsführer im AZV ist, im kommenden Jahr noch nicht vollzogen wird. Das sei ursprünglich anders geplant gewesen. Aufgrund der offenen Fragen im Zusammenhang mit den insolventen Wasserwerken "wird eine Fusion im Jahr 2008 nicht zustande kommen", so Stickel.

Was zugleich auch die Frage einer Sangerhäuserin beantwortet, warum Wasser und Abwasser getrennt verrechnet werden. Das, so die Frau, verursache zusätzliche Kosten, da zwei Buchungen vorgenommen werden müssen.

Wie Stickel außerdem auf eine Frage einging, werde es in Kürze im Abwasserzweckverband auch keine Vereinheitlichung der derzeit fünf unterschiedliche Gebührengebiete geben. "Ich bin für eine Verschmelzung der Gebührengebiete, in einem Verband spielt ja auch der Solidargedanke eine Rolle", so Stickel. Diese Verschmelzung werde aber nur schrittweise möglich sein, etwa in der Form, dass fünf Gebührengebiete zunächst auf vier reduziert werden und so weiter, bis man im gesamten Verbandsgebiet eine einheitliche Abwassergebühr erhebe.

Was die Bearbeitung der Widersprüche angeht, die sich ganz offenbar beim Abwasserzweckverband stapeln, bat Stickel die Verbandskunden um Geduld. Dafür seien auch befristete Arbeitskräfte eingestellt worden, die allerdings auch bezahlt werden müsste. Das würde sich dann wieder in den Gebühren niederschlagen. Insofern müsse man da ein gesundes Maß finden.

Oberbürgermeister Dieter Kupfernagel, der dem Trinkwasserzweckverband ehrenamtlich vorsteht, hatte auf Anfrage noch eine gute Nachricht zu verkünden: "Strategisch fahren wir die Linie der Eigenversorgung", so Kupfernagel auf die Frage, ob die Sangerhäuser auch künftig mit Wasser aus den eigenen Brunnen versorgt werden oder ob geplant sei, die Versorgung mit Wasser aus der Rappbodetalsperre abzusichern.