Mordfall des zweijährigen Tims Warum wütende Internetkommentare teilweise strafbar sind
Die Freilassung der Mutter sorgte für heftige Posts im Netz. Einige Autoren riskieren dabei selbst vor dem Richter zu landen, wie ein Jurist erklärt.
Querfurt - Tims Mutter saß am Montag pünktlich auf der Anklagebank im Landgericht Halle. Erstmals durfte die 37-Jährige ohne Handschellen und Justizbeamte dorthin kommen. Vor zwei Wochen hatte das Gericht überraschend den Haftbefehl gegen sie aufgehoben, weil es keinen hinreichenden Tatverdacht für eine fahrlässige Tötung und die Misshandlung Schutzbefohlener mehr sah. Diese Entscheidung sorgte für heftige Reaktionen im Netz. Viele Kommentatoren kritisierten die Freilassung – und machten sich in ihrer artikulierten Wut teils selbst strafbar.