„Ich brauche im Sommer keinen Orthopäden“ Mutter-Tochter-Duo nimmt am 24-Stunden-Schwimmen in Querfurt teil
Monique Schumann ist eine der Dauerschwimmer im Freibad Querfurt. Jetzt zieht auch ihre Tochter Bahnen.
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Querfurt/MZ - Eine Bahn Brust- und eine Bahn Rückenschwimmen, immer im Wechsel. So legt Monique Schumann an diesem Nachmittag Meter um Meter im Becken des Querfurter Stadtbades zurück. Die 47-Jährige gehört zu den sogenannten Dauerschwimmern hier - den Freibadbesuchern, die regelmäßig, ja teils täglich, schwimmen. In diesem Sommer bewältigte Monique Schumann im Querfurter Becken schon um die 75 Kilometer. In den vergangenen zehn Jahren waren es zusammen über 1.300 Kilometer.
Mutter-Tochter-Duo nimmt am 24-Stunden-Schwimmen in Querfurt teil
Wenn sie so viel schwimmt, „brauche ich im Sommer keinen Orthopäden“, sagt die Querfurterin und lacht. Das Schwimmen sei für sie ein Ausgleich zur Arbeit. Monique Schumann ist als Verkäuferin tätig. Vor der Arbeit oder nach der Arbeit - das Schwimmen takte sie in ihren Alltag mit ein.
Die 47-Jährige ist mittlerweile nicht nur Dauergast im Querfurter Stadtbad, sie nimmt auch regelmäßig an der dort stattfindenden Traditionsveranstaltung, dem 24-Stunden-Schwimmen teil. Am 21. und 22. August findet das in diesem Jahr statt. „Wir sind schon in der Meldeliste eingetragen“, erzählt Monique Schumann, die mit ihrer jüngsten Tochter Teresa teilnehmen wird.
Tochter wird zum Wettkampfgericht gehören
Die 14-Jährige zählt auch schon lange zu den Startern. „2013 hat sie zum ersten Mal mitgemacht“, erzählt ihre Mutter, „da war sie die jüngste Teilnehmerin und hat dabei das Seepferdchen abgelegt.“ Auch die älteste Tochter von Monique Schumann ist beim 24-Stunden-Schwimmen involviert. Die 21-jährige Tamina, die seit zehn Jahren Rettungsschwimmerin bei der DRK-Wasserwacht Ortsgruppe Querfurt ist, werde an besagtem Wochenende mit zum Wettkampfgericht gehören.
Monique und Teresa Schumann wollen am Sonntag, den 22. August, gegen 9 Uhr ins Becken steigen. 25 Minuten haben sie auf der Startliste geblockt. „Das kann sich aber noch ändern“, weiß die Querfurterin. Wenn sich noch viele anmelden, dann wird ihre Zeit möglicherweise verkürzt. „Aber das ist egal“, meint sie, „es ist ja das Ziel der Veranstaltung, dass so viele wie möglich mitmachen.“
Schwimmstil ist dabei egal
Beim Querfurter 24-Stunden-Schwimmen muss die gesamten 24 Stunden - von Samstag 14 Uhr bis Sonntag 14 Uhr - immer ein Starter im Wasser sein. Ein Teilnehmer schwimmt mindestens fünf, maximal 30 Minuten. Der Schwimmstil ist dabei egal. Im Stadtbad können sich die Starter mit ihrer jeweiligen gewünschten Tages- oder Nachtzeit, in der sie ins Becken steigen wollen, eintragen. Auch Vereine können Zeiten blocken. Insgesamt gab es im vergangenen Jahr zur 25. Auflage des 24-Stunden-Schwimmens 209 Starter, die zusammen 54.150 Meter absolvierten.
Anmeldungen für das 24-Stunden-Schwimmen in Querfurt sind bei Schwimmmeister Olaf Tobisch, Tel.: 034771 / 2 31 08 möglich.