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Wahl in Quedlinburg Wahl in Quedlinburg: Frank Ruch bleibt CDU-Chef

Von Ingo Kugenbuch 23.01.2015, 16:43
Die Mannschaft um den alten und neuen Vorsitzenden der CDU Quedlinburg, Frank Ruch (Mitte): Jens Ebert, Hardy Seidel, Sylvia Marschner und Ulrich Thomas (von links).
Die Mannschaft um den alten und neuen Vorsitzenden der CDU Quedlinburg, Frank Ruch (Mitte): Jens Ebert, Hardy Seidel, Sylvia Marschner und Ulrich Thomas (von links). Chris Wohlfeld Lizenz

Quedlinburg - Der Alte ist auch der Neue: Frank Ruch, 53, ist am Donnerstagabend erneut zum Vorsitzenden des Stadtverbands Quedlinburg der CDU gewählt worden. Die Wahl erfolgte einstimmig, wie er am Freitag in einem Pressegespräch berichtete. Er sitzt dem Stadtverband damit seit 2010 zum dritten Mal vor. Auch seine Stellvertreter Sylvia Marschner und Jens Ebert wurden ohne Gegenstimmen gewählt. Marschner ist neu in dieser Funktion.

Von den zwölf Vorstandsmitgliedern - neun davon Beisitzer - seien fünf neu in dem Gremium, und sechs seien Frauen, berichtet Ruch. „Wir haben außerdem unsere Mitgliederzahl in den vergangenen drei Jahren von 60 auf 75 erhöhen können“, sagt Ruch. Dabei seien Gernrode und Bad Suderode schon vorher eingerechnet gewesen. Er macht das an der „gewachsenen Attraktivität des CDU-Ortsverbands“ fest. „Wir verlieren nie den Spaß an der politischen Arbeit“, sagt Ruch.

Der 53-jährige Frank Ruch bezeichnet sich selbst als „Quedlinburger Urgestein“. Der gelernte Landwirt kann auf eine lange Verwaltungserfahrung zurückblicken: Nach der Wende wechselte er in die Kreisverwaltung und bekleidete dort 20 Jahre lang Posten in der mittleren Leitungsebene. Derzeit befasst er sich mit der Verwaltungsorganisation und der Modernisierung der Verwaltung. Seit 1984 ist Ruch verheiratet - „glücklich“, wie er betont. Er hat zwei Kinder. 1993 hat er sich ein Haus „am Rande von Quedlinburg mit Blick auf das Schloss“ gebaut. Hier könne er, so sagt er, „seine Leidenschaft für Quedlinburg jeden Tag fühlen“.

Ruch hat schon einmal von 1999 bis 2003 im Stadtrat gearbeitet. Vor fünf Jahren ist er erneut eingestiegen. Im aktuellen Stadtrat wurde er ohne einen Gegenkandidaten zum Vorsitzenden gewählt.

Die vorderste Aufgabe, die nun vor dem CDU-Vorsitzenden Ruch liegt: den CDU-Kandidaten Ruch ins Oberbürgermeister-Amt zu bringen. „Jetzt beginnt der Endspurt für die OB-Wahl“, sagt er. „Wir wollen erstmals in Quedlinburg einen CDU-Oberbürgermeister inthronisieren.“ Darum hat die CDU auf ihrer Versammlung am Donnerstag nicht nur den neuen Vorstand gewählt, sondern auch den Startschuss für den heißen Wahlkampf gegeben - obwohl eigentlich erst am 23. Februar Abgabeschluss für die Bewerbungen der Oberbürgermeister-Kandidaten ist. Schon am Freitag machte sich Ruch mit Flyern und Visitenkarten auf eine Tour durch Geschäfte in der Quedlinburger Innenstadt.

Außerdem wurde seine Wahl-Homepage www.frank-ruch.de freigeschaltet. Auch der Harzer CDU-Vorsitzende Ulrich Thomas gibt sich kämpferisch: „Von der Sitzung ging ein Signal der Geschlossenheit aus, wie ich sie noch nicht erlebt habe.“ Die Oberbürgermeisterwahl in Quedlinburg findet am 22. März statt, eine Stichwahl - so sie denn nötig ist - ist für den 19. April angesetzt. „Wir sehen unsere Chancen bei 50 zu 50“, sagt Ruch.

Wie auch immer der 22. März oder der 19. April ausgehen mag - nach der Wahl ist vor der Wahl. Denn die CDU hat auch bereits ihren Kandidaten für den Wahlkreis 30 - Quedlinburg für die Landtagswahl im Frühjahr 2016 bestimmt: Einstimmig wurde der bisherige Landtagsabgeordnete Ulrich Thomas wieder vorgeschlagen. Die endgültige Entscheidung über seine Nominierung als Bewerber der CDU für das Landesparlament soll aber erst in einer Versammlung am 3. Februar in Warnstedt fallen. (mz)