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Tourismus Tourismus: Harz-Card ist vor allem bei Niedersachsen beliebt

Von Detlef Horenburg 05.03.2013, 14:13
Mit der Harz-Card lassen sich viele touristische Ziele besuchen.
Mit der Harz-Card lassen sich viele touristische Ziele besuchen. Chris Wohlfeld/Archiv Lizenz

Quedlinburg/Wernigerode/MZ. - Das Jahr 2012 endete für die All-Inclusive-Card des Harzes mit einer beeindruckenden Bilanz: Nämlich rund 10 000 Karten wurden an Urlauber und Einheimische in der Region verkauft. Besonders oft wurde die Harz-Card von Gästen aus Niedersachsen, Sachsen und Nordrhein-Westfalen eingesetzt. „Dies sind zwar weniger als noch ein Jahr zuvor, aber das Ergebnis ist umso bemerkenswerter, weil ein großer Reiseveranstalter als Abnehmer weggebrochen ist“, sagt Christin Faust, Projektmanagerin bei der Harz AG.

Die Harz AG gehört zu den Initiatoren der Urlaubskarte für die Touristen, die seit August 2008 als Drei-Länder-Projekt der Anrainerländer für den Harz - Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Thüringen - startete. Der Harzer Tourismusverband zeichnet für das Marketing verantwortlich. Nach einer Anschubfinanzierung zum Card-Start, trägt sich das Projekt nun selbst, erklärt Peter Hausmann, Vorstand der Harz AG. Die rund 10  000 Harz-Card-Besitzer hatten 2012 ihre Karte knapp 74 000 Mal eingesetzt. Spitzenreiter war ein Bergbau-Freak, der insgesamt die kostenlosen Angebote von 22 Einrichtungen, darunter sämtliche Bergwerke und Stollen inklusive HSB-Brockenfahrt und Bäder, mit seiner Vier-Tages-Karte nutzte.

In diesem Jahr, die Harz-Card feiert ihr fünfjähriges Jubiläum, kamen neue Partner hinzu, wie beispielsweise die Schierker Baude, das Kloster und die Kaiserpfalz Memleben und das Freilichtmuseum der Königspfalz Tilleda. Seit 2013 ist die Harz-Card in zahlreichen Pauschalangeboten der renomierten Harzer Van-der-Valk–Hotels integriert. Damit können insgesamt 131 Angebote im gesamten Harz mit dem „Türöffner“ im Checkkartenformat genutzt werden.

Alle Informationen, Preise, Verkaufsstellen und Bestellmöglichkeiten sind im Internet unter www.harzcard.info zu finden oder per Telefon unter: 05321/3 40 40 oder in den Touristinformationen erhältlich.

„Im Rahmen einer Onlineumfrage gaben übrigens knapp zwei Drittel der Nutzer an, dass sie mit der Harz-Card mehr Einrichtungen besucht haben, als dies ohne Harz-Card der Fall gewesen wäre“, sagte Christin Faust. Dies sei ein weiterer Ausdruck für den positiven Einfluss der Karte auf das Reiseverhalten des Harztouristen. Besonders kleine Einrichtungen würden davon profitieren, wie das DDR-Museum in Thale oder das Brockenhaus auf dem Brocken, die nun mit zu den meistbesuchten Einrichtungen aufstiegen. Projektmanagerin Faust: „Die Harz-Card ist eine Tourist-Card, die nach dem Alles-Inklusive-Prinzip funktioniert. Dies heißt: Einmal bezahlen und in fast alle 131 Einrichtungen umsonst reinkommen.“ Fast, denn im Nordharzer Städtebundtheater in Halberstadt und Quedlinburg werden bei Vorlage der Karte fünf Euro Preisnachlass zum normalen Kartenpreis geboten. Fünf Prozent auf den Gesamtpreis eines Familienarrangements gibt es im Kinder- und Erholungszentrum Güntersberge. Übrigens, welche Einrichtungen und welche Angebote es mit der Urlaubscard gibt, dies steht im Reiseführer, den es beim Card-Kauf dazu gibt. Er dient mit seinen vielen Ideen als Orientierungshilfe für eine abwechslungsreiche Erkundungstour im Harz. Die Karten gibt es für 48 Stunden (29 Euro) und vier Tage (59 Euro) zu kaufen. Kinder haben Ermäßigung, Kleinkinder bis vier Jahre sind frei. Wer dazu noch, so der Tipp von Christin Faust, das Harzer Urlaubsticket (Hatix) nutzt, kann als Urlauber viele Einrichtungen auch noch kostenlos mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ansteuern. Die Harz-Card ist übrigens nicht nur für Urlauber interessant, sondern auch für Einheimische. So kann beispielsweise die 4-Tages-Card an vier freiwählbaren, einzelnen Tagen im laufenden Kalenderjahr genutzt werden, um die „Schätze und Attraktionen der gesamten Harzer Heimat“ in aller Ruhe zu entdecken. Dazu zählen u.a. die HSB-Brockenfahrt (außer 48-Stunden-Card), Ausstellungen, Bäder, Museen oder Bergwerke.

Wie alt wird die Harz-Card in diesem Jahr? Die Harz AG verlost unter allen richtigen Einsendungen ein Harz-Card-Schnupperpaket zum Saisonauftakt von einmal zwei Harz-Cards 48-Stunden für Erwachsene inklusive Reiseführer. Teilnehmen kann man per E-Mail [email protected] oder per Postkarte an Harz AG, Dornbergsweg 2, 38855 Wernigerode. Teilnahmeschluss ist der 17. März 2013.

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