1. MZ.de
  2. >
  3. Lokal
  4. >
  5. Nachrichten Quedlinburg
  6. >
  7. Oberbürgermeister-Wahl in Quedlinburg: Oberbürgermeister-Wahl in Quedlinburg: Frank Ruch will für die CDU antreten

Oberbürgermeister-Wahl in Quedlinburg Oberbürgermeister-Wahl in Quedlinburg: Frank Ruch will für die CDU antreten

Von Ingo kugenbuch 04.09.2014, 08:42
Frank Ruch (Mitte) will für die CDU Oberbürgermeister von Quedlinburg werden. Stadtrats-Fraktionschef Ulrich Thomas (rechts) und sein Vize Hardy Seidel unterstützen die Bewerbung.
Frank Ruch (Mitte) will für die CDU Oberbürgermeister von Quedlinburg werden. Stadtrats-Fraktionschef Ulrich Thomas (rechts) und sein Vize Hardy Seidel unterstützen die Bewerbung. chris wohlfeld Lizenz

quedlinburg - Der CDU-Ortsvorstand von Quedlinburg hat seinen Kandidaten für die Oberbürgermeister-Wahl Donnerstagmorgen in einem Gespräch mit der MZ vorgestellt: Stadtverbands- und Stadtratsvorsitzender Frank Ruch soll 2015 für die Christdemokraten antreten.

Der siebenköpfige CDU-Vorstand - zwei Mitglieder fehlten - war in seiner Sitzung am Mittwochabend einstimmig zu diesem Ergebnis gekommen. „Eine Vorstandsentscheidung hat aber nur empfehlenden Charakter“, stellt Stadtrats-Fraktionschef Ulrich Thomas klar. „Das letzte Wort hat die Mitgliedervollversammlung am 8. Oktober.“ Bis dahin könnten weitere Kandidaten benannt werden - oder sich auch selber melden. „Die Mitgliederschaft hat jetzt vier Wochen Zeit, den Vorschlag zu bewerten“, sagt Thomas. „Wir glauben aber, dass wir auf breite Zustimmung stoßen werden.“

Brecht tritt nicht erneut an

Die Amtszeit des derzeitigen Oberbürgermeisters Eberhard Brecht (SPD) endet am 30. Juni 2015. Er wird nicht erneut antreten. „Wir hätten uns mehr Impulse aus dem Rathaus gewünscht“, sagt Thomas. Für die CDU sei die OB-Wahl „das zentrale politische Thema des Jahres 2015“, sagt Thomas. Dafür wünsche er sich einen Kandidaten mit „kommunalpolitischer Erfahrung, Kompetenz in Verwaltungsabläufen und viel Leidenschaft für diese Stadt“.

Dieser Mann soll der 53-jährige Ruch sein, der sich selbst als „Quedlinburger Urgestein“ bezeichnet. Auf seine Verwaltungserfahrung kann der gelernte Landwirt durchaus verweisen: Nach der Wende wechselte er in die Kreisverwaltung und bekleidete dort 20 Jahre lang Posten in der mittleren Leitungsebene. Derzeit befasst er sich mit der Verwaltungsorganisation und der Modernisierung der Verwaltung.

Seit 1984 ist Ruch verheiratet - „glücklich“, wie er betont. Er hat zwei Kinder. 1993 hat er sich ein Haus „am Rande von Quedlinburg mit Blick auf das Schloss“ gebaut. Hier könne er, so sagt er, „seine Leidenschaft für Quedlinburg jeden Tag fühlen“.

Erfolgsrezept Team

Ruch hat schon einmal von 1999 bis 2003 im Stadtrat gearbeitet. Vor fünf Jahren ist er erneut eingestiegen, und er sitzt jetzt auch wieder im Stadtrat, wo er ohne einen Gegenkandidaten zum Vorsitzenden gewählt worden ist. „Das Erfolgsrezept ist das Team. Deshalb ist mir die Entscheidung auch nicht schwer gefallen“, sagt Ruch. Politisch will sich Frank Ruch auf „drei große Ws“ konzentrieren: Wirtschaft, Welterbe und Wohlfühlen. Und was ist mit dem großen S - den Schulden, die Quedlinburg hinunterdrücken? „Wenn die Ws gelingen, dann wird das S kleiner werden“, sagt Ruch.

Thomas gibt sich derweil siegesgewiss. „Quedlinburg hatte noch keinen CDU-Bürgermeister“, sagt er. „Jetzt sind wir dran. Wir wollen zeigen, was wir draufhaben.“ (mz)