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"Kripo live" zeigt Mordfall Elisabeth Schmidt "Kripo live" zeigt Mordfall Elisabeth Schmidt: Keine neuen Hinweise zu Mord in Thale

Von Petra Korn 11.08.2014, 14:11
E. Schmidt
E. Schmidt Polizei Lizenz

Thale/Eisleben - In dem rätselhaften Fall der getöteten Elisabeth Schmidt, zu dem die Kriminalpolizei am Sonntagabend in „Kripo live“ erneut nach Zeugen suchte, gibt es keine neuen Spuren. „Es hat bisher keinerlei Hinweise aufgrund der Ausstrahlung der Sendung gegeben - leider“, sagte Frank Küssner, Sprecher der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Nord.

Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Magdeburg, Telefon 0391/5 46 10 91, entgegen.

Die aus Eisleben stammende Elisabeth Schmidt war am 14. Dezember 2011 gegen 6 Uhr nach einem Brand in einer Wohnung in Thale tot aufgefunden worden. Anfangs waren die Ermittler davon ausgegangen, dass die damals 26-Jährige im Bett geraucht und eine glimmende Zigarette das Feuer verursacht haben könnte. Gerichtsmedizinische Untersuchungen ergaben dann aber, dass die angehende Krankenschwester erstochen worden war, ehe das Feuer ausbrach. Der Verlobte der jungen Frau, dem auch die Wohnung gehörte, war zur Tatzeit auf Nachtschicht.

Nach den Ermittlungen der Polizei war die Schwesternschülerin am 13.?Dezember gegen 22.30 Uhr vom Krankenhaus Goslar mit ihrem auffälligen Auto - einem weißen Citroën mit schwarzen Streifen und Aufklebern im Rallye-Stil - nach Thale gefahren. Die Polizei hatte gehofft, dass sich nach der Ausstrahlung der Sendung „Kripo live“ Zeugen melden, die die junge Frau in der Nacht vom 13. zum 14. Dezember gesehen hatten. Zudem bat die Polizei Personen, die damals bei der Internet-Single-Börse „Schwarzes Glück“ angemeldet waren, sich zu melden. Über diese Börse für Interessenten an Gothic und Dark Wave hatten sich Elisabeth und ihr Freund ein Jahr zuvor kennengelernt; die Ermittler erhofften sich Hinweise auf mögliche weitere Kontakte.

Die aber gab es bislang nicht. „Wir geben die Hoffnung noch nicht auf“, sagte Polizeisprecher Frank Küssner. Manchmal würden Hinweise auch erst Tage nach der Sendung eingehen. „Es ist ein Fall, der den Kollegen sehr am Herzen liegt. Deshalb sind wir auch noch einmal in die Offensive gegangen“, sagte der Sprecher der Polizeidirektion. (mz)