Falkenstein holt Jahresabschlüsse nach Harzer Kommune legt Digitalisierung auf Eis
Der Stadt Falkenstein/Harz fehlen viele Jahresabschlüsse. Die muss sie jetzt nachholen, weswegen wichtige Vorhaben erst einmal nicht umgesetzt werden können.

Falkenstein/Harz/MZ. - Bis zum Jahresende will die Stadt Falkenstein/Harz alle noch ausstehenden Jahresabschlüsse erstellt haben. Denn weil sie die nicht hat, ist sie in der vorläufigen Haushaltsführung und kann deshalb auch keine neuen Investitionsvorhaben beginnen.
Die Jahre 2014 bis 2016 sind bereits aufgeholt, gerade wird am Jahresabschluss für 2017 gearbeitet. Geplant ist, ab Mai jeden Monat einen Jahresabschluss durchzuführen, sagt Stefanie Kruse, die Fachbereichsleiterin Finanzen und Bauwesen im Ermslebener Rathaus. „Das ist sportlich. Es müssen wirklich alle, die beteiligt werden können - und das sind in einer kleinen Verwaltung nicht viele - mithelfen.“
Und: „Das behindert die Arbeit fast zu 100 Prozent. Es gibt keine anderen Themen, die wir behandeln können.“ Denn theoretisch müsste beispielsweise die ganze Digitalisierung im Rathaus vorangetrieben werden: „Unsere Haushaltsplanung erfolgt nicht digital, unser Rechnungsworkflow nicht, da hängen wir sehr hinterher.“
Die Bürger spüren von diesem Arbeitsaufwand in der Regel nichts. Instandhaltung und Pflege kommunaler Einrichtungen wie Kindertagesstätten und Grundschule sind von der vorläufigen Haushaltsführung nicht betroffen, ebenso darf die Stadt bereits begonnene Maßnahmen weiterführen. „Es ist nicht so, dass jetzt totaler Stillstand herrscht“, sagt Bürgermeister Rico Röse.