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Als Handwerker und Psychologe gefragt Verschwiegene Vertraute: Welche privaten Geheimnisse Friseurin aus Nebra von Kunden zu hören bekommt

Der Stamm-Friseur ist für viele Zeitgenossen „Kummerkasten“, Therapeut und Seelentröster zugleich. Michele Klingenstein, Salon-Chefin in Nebra und Laucha, erzählt, was sie dabei so erlebt.

Von Andreas Löffler 02.04.2025, 16:58
Friseurmeisterin Michele Klingenstein macht Siegrid Rinkleib die Haare schön. „Die Lebensgeschichten der Älteren höre ich am liebsten. Kaum vorstellbar, was die so alles durch haben. Ich könnte echt ein Buch schreiben darüber.“
Friseurmeisterin Michele Klingenstein macht Siegrid Rinkleib die Haare schön. „Die Lebensgeschichten der Älteren höre ich am liebsten. Kaum vorstellbar, was die so alles durch haben. Ich könnte echt ein Buch schreiben darüber.“ (Foto: Andreas Löffler)

Nebra - Die härteste Nummer? „Das war sicher, als mir hier im Salon ein Mann von seiner Affäre mit einer anderen Frau erzählte – und seine betrogene Partnerin nicht nur ebenfalls zu meiner Kundschaft zählte, sondern fast schon freundschaftlich mit mir verbunden war“, schildert Michele Klingenstein. Mit der 45-jährigen Friseurmeisterin, die in Nebra und in Laucha zwei Läden mit insgesamt fünf Mitarbeitern betreibt, haben wir uns mal darüber unterhalten, was einem so alles begegnet, wenn Leute dem geflügelten Wort „Erzähl’s deinem Friseur!“ folgen. Und wie es überhaupt kommt, dass ausgerechnet die Vertreter der Figaro-Zunft in solch starkem Maße als „Kummerkasten“, Beichteltern und als Seelentröster gefragt sind.