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Deftige E-Mails führten zur Eskalation Justiz-Erfolg für Archivarin: Stadt Naumburg zieht Hausverbot und Kündigung zurück

Weil sie in deftigen Rundmails an die komplette Naumburger Stadtverwaltung Kollegen an den Pranger stellte, bekam die Archivarin Annegret Jungnickel die fristlose Kündigung. Am Mittwoch traf man sich vorm Arbeitsgericht. Was der Richter den Beteiligten vorwirft.

Von Harald Boltze Aktualisiert: 02.04.2025, 19:43
Das Stadtarchiv am Naumburger Salztor. Hier arbeitete Annegret Jungnickel, und hier verschickte sie auch ihre umstrittenen E-Mails.
Das Stadtarchiv am Naumburger Salztor. Hier arbeitete Annegret Jungnickel, und hier verschickte sie auch ihre umstrittenen E-Mails. (Foto: Biel)

Naumburg. - Draußen wärmten die Sonnenstrahlen die Stadt Halle, im Arbeitsgericht selbst herrschte frostige Stimmung. Annegret Jungnickel, die Ex-Archivarin der Stadt Naumburg, und deren Fachbereichsleiter Olaf Ehrhardt ignorierten sich vor dem Sitzungssaal. Kein Wort des Grußes erklang und die Ex-Archivarin war wohl froh, dass Ehrhardt, nach einer Absage wegen Krankheit und einer wegen Urlaub, am Mittwoch überhaupt den Weg zu Gericht gefunden hatte, wenn auch wegen eines Staus erst verspätet.