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Wahl in Leuna Wahl in Leuna: Hagenau will wieder Bürgermeisterin werden

Von Uljana Wuttig-Vogler 26.02.2015, 12:36
Dietlind Hagenau
Dietlind Hagenau MZ

Leuna - 2014 feierte sie ihr 20-jähriges Dienstjubiläum als Bürgermeisterin, in diesem Jahr blickt sie auf 25 Jahre Tätigkeit im Rathaus zurück. Amtsmüde ist sie dennoch nicht: Dietlind Hagenau, 58 Jahre alt, verheiratet, zwei Kinder, zwei Enkelkinder. Die Parteilose kandidiert erneut für das Bürgermeisteramt in Leuna.

„Ich trete wieder an, weil die Arbeit mir sehr viel Spaß macht. Wir haben in Leuna sehr viel angeschoben, was ich fortführen möchte“, sagt sie. Bei allen Vorhaben, so unterstreicht sie, sei es in der Verwaltung üblich, zunächst die Situation zu analysieren, anschließend ein solides Konzept aufzustellen und dieses dann umzusetzen. Beispiel: Feuerwehr. Da wurden zunächst eine Risiko-Brandschutz-Analyse und Pläne erarbeitet, die jetzt verwirklicht werden. So bekommt beispielsweise die Kreypauer Feuerwehr in diesem Jahr ein neues Feuerwehrhaus.

Alle Ortschaften sollen profitieren

Der Leunaer Haushalt für 2015 hat einen Umfang von 48 Millionen Euro, 12 Millionen davon sind Investitionen, von denen laut Hagenau alle Ortschaften profitieren werden. Oben an stehe die Schwimmhalle, die im Herbst in Betrieb genommen werden soll. Investiert werde auch in alle Kindereinrichtungen. Zudem ist geplant, die Grundschulen in Leuna und Kötzschau zu erweitern und die Zahl der Plätze in der Kinderkrippe in der Franz-Lehmann-Straße in Leuna zu erhöhen.

„Ich freue mich auch, dass wir 500 000 Euro für die Wohnungswirtschaft zwecks Modernisierung und Aufwertung deren Wohnungsbestandes im Haushalt einstellen können“, sagt Hagenau. Zudem werde Leuna in das Programm Stadtumbau Ost - Aufwertung aufgenommen. „Wir haben lange darum gekämpft, jetzt hat es endlich geklappt. In diesem Jahr werden die Unterlagen eingereicht, im kommenden Jahr werden wir dann Geld bekommen“.

Verbesserung der Breitbandversorgung

Weiter gehe es auch mit der Sanierung der Dorfgemeinschaftshäuser in Friedensdorf und Spergau. „Für die Verbesserung der Breitbandversorgung in der Stadt wurden Fördermittel beantragt, und ein Hochwasserkonzept für die Dörfer, die vorwiegend in die Luppe entwässern, soll erstellt werden“, listet Hagenau weitere Aktivitäten unter ihrer Leitung auf. Die Amtsinhaberin ist stolz, dass bis auf die SPD alle Fraktionen im Stadtrat ihre Kandidatur unterstützen. „Das zeigt schon eine gewisse Wertschätzung“, hält sie kurz inne, um dann weiter über die Zukunft Leunas zu sprechen.

So könnte sie sich beispielsweise die Schaffung eines Industriekindergartens vorstellen. Und sie will die Vereine und Ortschaftsräte so unterstützen, dass sie noch mehr Verantwortung vor Ort übernehmen können.