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Umleitung in Zöschen Umleitung in Zöschen: Kampf gegen die Staubwolken

Von Uljana Wuttig-Vogler 09.09.2013, 19:32
Die innerörtliche Umleitung in Zöschen ist stark befahren.
Die innerörtliche Umleitung in Zöschen ist stark befahren. Junghans Lizenz

Zöschen/MZ - Die wegen der auf der B 181 in Zöschen laufenden Kanalbauarbeiten eingerichtete innerörtliche Umleitung über Zscherneddel/Pflaumenbaumweg ist eine Zumutung für die Anwohner. Zu dieser Auffassung ist der Zöschener Ortschaftsrat auf seiner jüngsten Sitzung gekommen, wie Ortsbürgermeister Richard Schaaf (CDU) der MZ sagte. Auf der Strecke, die eigentlich nur für Anlieger gedacht ist, werde sich nicht an die vorgeschriebene Geschwindigkeit von 30 km/h gehalten, im Gegenteil, es werde gerast, gedrängelt und überholt. Nicht zu vergessen die riesigen Staubwolken, die sich über die Häuser und Grundstücke in Zscherneddel und Am Schachtteich legen, wenn es gerade mal nicht geregnet hat.

Deshalb, so lautet der Vorschlag der Zöschener Räte, müsste die Strecke so schnell wie möglich asphaltiert werden. „Wer beispielweise deutlich mehr Millionen für die Sanierung der Schwimmhalle ausgeben kann, der muss auch Geld für die Asphaltierung übrig haben“, meint Schaaf. Doch mit diesem Vorschlag beißt der Ortsbürgermeister in der Leunaer Stadtverwaltung auf Granit. „Das wäre ein Unding, wenn wir die Strecke auf unsere Kosten asphaltieren würden“, sagte Leunas Bürgermeisterin Dietlind Hagenau (parteilos). Die Stadt habe zwar Verständnis für die Anwohnerbeschwerden und habe ausnahmsweise die Strecke am vergangenen Wochenende bewässern lassen, was 2 000 Euro gekostet habe. Doch das sei überhaupt nicht ihre Aufgabe. Zum einen verfüge die Stadt nicht über die entsprechenden technischen Möglichkeiten zur Bewässerung und zum anderen nicht über die notwendigen finanziellen Mittel für die Asphaltierung.

„Wir schaffen es finanziell nicht, unsere sanierungswürdigen Straßen in Ordnung zu bringen, da können wir nicht in einen Feldweg investieren“, so Hagenau. Der ZWA Bad Dürrenberg und die Midewa seien deshalb in Bauberatungen telefonisch und schriftlich zur Bewässerung des Weges aufgefordert worden, denn diese gehöre zur Unterhaltung des Weges. „Die Bauherren haben darauf nicht reagiert bzw. abgelehnt. “ Die Stadt hat deshalb die Immissionsschutzbehörde des Landkreises gebeten, die Angelegenheit zu prüfen und entsprechende Handlungsverfügungen gegen ZWA und Midewa zu erlassen.