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Umleitung für B181 Umleitung für B181: Empört über Frechheit der Autofahrer

Von Uljana Wuttig-Vogler 21.10.2013, 18:47
Viele Autofahrer missachten die Verbotsschilder.
Viele Autofahrer missachten die Verbotsschilder. Peter Wölk Lizenz

Schladebach/Witzschersdorf/Zöschen/MZ - Es ist Feierabend. Auf der Umleitungsstrecke für die B 181 zwischen Wallendorf und Günthersdorf winden sich zwei längere Autoschlangen. Jeder der Autofahrer will so schnell wie möglich an sein Ziel kommen: Und so biegt die Mehrheit von ihnen in Schladebach an der Gaststätte nicht in Richtung Kötzschau ab und in Witzschersdorf fährt sie nicht in Richtung Kötzschau weiter, sondern nimmt ganz frech eine Abkürzung über „Witzschersdorf“, Hausnummer 44 bis 69. Dabei stehen an beiden Stellen Verbotsschilder, die eine Durchfahrt verbieten. „Die Mehrzahl der Autofahrer hält sich aber nicht daran“, hat Dieter Schärschmidt, stellvertretender Ortsbürgermeister und Mitglied im Leunaer Stadtrat, schon viele Male beobachtet. Die Anwohner sind empört über die Frechheit der Autofahrer. „Die Fahrzeuge - darunter viele Lkw und Busse - fahren Borde und Fußwege kaputt. Fahren so schnell, dass Radfahrer gefährdet werden, und, und, und.....“ Die Klageliste ist lang. Leunas Bürgermeisterin Dietlind Hagenau (parteilos) kann die Sorgen der Anwohner sehr gut verstehen. Für die Reparaturen, die die Fahrzeuge verursachen, werden die Bürger nicht zur Kasse gebeten, kann sie den Anwohnern schon mal eine Sorge nehmen. Ansonsten sind der Stadt die Hände gebunden. Das Ordnungsamt sei nur für den ruhenden Verkehr zuständig. Über das Problem - verbunden mit der Bitte, öfters Kontrollen vorzunehmen - habe die Stadt Leuna die Polizei informiert. Doch auch diese hat nur begrenzte Möglichkeiten.

Unterm Strich bedeutet das, dass die Durchfahrten erst ein Ende haben werden, wenn der erste Bauabschnitt auf der Bundesstraße beendet sein wird. Das wird voraussichtlich am 30. Oktober sein, wie ZWA-Geschäftsführerin Johanna Michaelis der MZ sagte. Laut ihrer Aussage habe sich auch die Verkehrssituation in Zöschen deutlich verschärft. Mittlerweile würden viel Autofahrer die Baustelle ignorieren und einfach - teils mit überhöhter Geschwindigkeit - hindurchfahren. Die innerörtliche Umleitung über Pflaumenbaumweg/Zscherneddel sei in einem schlechten Zustand, dass die Löcher wieder provisorisch verfüllt werden müssen. Die Kosten für derartige Arbeiten würden mittlerweile das dafür geplante Budget deutlich überschreiten, unterstrich Michaelis. Ob der zweite Bauabschnitt, der im Frühjahr 2014 beginnen soll, per Ampelregelung realisiert werden kann, ist noch unklar. Eine Beratung dazu wird es im November geben.