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Starthilfe für vier junge Wilde

Von Sabine Ernst 22.11.2006, 19:02

Schkopau/MZ. - Mehr als 1 000 Euro wurden in Verstärker und Gesangsanlage investiert. "Wir haben einfach mal

angefragt und unser Vorhaben ordentlich begründet", sagt Frontmann Ronny Lauterbach (20). Das war vor einem Jahr. Seitdem probt die Band zweimal in der Woche drei bis vier Stunden lang im Club an der Bundesstraße 91.

"Final Opponent", das sind der Sänger Ronny Lauterbach, der 20 Jahre alte Daniel Schlegel am Bass, der 23-jährige Schlagzeuger Manuel Ramm und sein gleichaltriger Bandkollege Christian Breier an der Gitarre. Die Vier spielen Metal-Punk - schnell, dunkel, aber melodisch. "Wir haben auch eine Ballade drauf", sagt Lauterbach augenzwinkernd.

Ihre Texte schreiben die Musiker fast alle selbst. "Nichts politisches", erklärt Breier. Aber durchaus ernsthaft: Die tägliche Bilderflut - ausgelöst durch die Medien oder Selbsterlebtes - wurde im Lied "Pictures" (Bilder) verarbeitet. Mit verwöhnten Teenagern rechnet die Band dagegen in "Sweet sixteen" ab.

Die einzige Coverversion im Repertoire, ein Kraftwerk-Song, haben sie auf ganz eigene Art und Weise interpretiert. Denn ihr Handwerk, das beherrschen sie - auch ohne klassische, musikalische Ausbildung. "Es muss nicht immer die Musikschule sein", sagt Webdesigner Breier mit Blick auf Instrumenten- und Notenkunde. Und das Musizieren haben sich die jungen Wilden allesamt selbst beigebracht.

"Die Musikszene ist groß. Es gibt tausend gute Bands - einige davon auch in Merseburg", sagte Lauterbach. Der Bandname - der aus dem Englischen übersetzt Endgegner heißt - sei daher das erklärte Ziel. Und Manuel Ramm ergänzt schnell: "Die Leute sollen sagen: Final Opponent? Die müssen wir uns unbedingt auch mal anhören."