Mit Neun-Meter-Windmast 800 Liter Heizöl einsparen
FARNSTÄDT/MZ. - Seit Torsten Eisenschmidt (wird am Mittwoch 43 - Glückwunsch!) in Farnstädt selbständig ist, beschäftigt er sich mit Energie. Mit seiner Firma "Konstruktion T. Eisenschmidt" ist er mit seinen Mitarbeitern nach wie vor mit der Entwicklung von Hochspannungsschaltanlagen befasst. Hier sind die Farnstädter weltweit tätig.
Auf dem Gebiet der Windenergie ist Eisenschmidt seit vielen Jahren aktiv. Dazu gründete er 2004, sozusagen als zweites Standbein, die Firma BFE (Betriebsführung Eisen schmidt). Die hier beschäftigten Ingenieure und Techniker stehen den Kunden bei der technischen Betreuung von Windparks zur Seite. "Im vergangenen Jahr sind wir nun noch einen Schritt weiter gegangen", so der Unternehmer. "Wir bieten als Hersteller die komplette Errichtung von Kleinwindanlagen mit Leistungen von 2,5 bis 50 kW an", erzählt Eisenschmidt.
Damit könne man zum Beispiel eine bestehende Warmwasserheizungsanlage, die mit Öl, Gas, Kohle oder Wärmepumpe betrieben wird, über einen Pufferspeicher mit Windenergie kostengünstig betreiben und - in Abhängigkeit vom System - bis zu 75 Prozent für Energieträger sparen. Mit einem Neun-Meter-Mast können an einem guten Standort pro Jahr etwa 800 Liter Heizöl eingespart werden, versichert Eisenschmidt.
Im Parallelbetrieb mit dem Hausnetz könne teuer gekaufter Strom im Wert von derzeit etwa 20 Cent pro kWh durch kostenlosen Windstrom ersetzt werden. Dazu misst ein elektronischer Zähler den aktuellen Verbrauch im Haus. Ein sicherer, zertifizierter Wechselrichter speist dann in etwa so viel Strom ins Hausnetz ein, wie verbraucht wird. Die darüber hinaus nicht benötigte elektrische Energie wird mit automatischer Umschaltung als Wärmeenergie im Brauchwasserbehälter gespeichert. "Dadurch können sich Kleinwindanlagen an einem guten Standort bereits ab sechs Jahren amortisieren", ist sich Eisenschmidt sicher. Die kleinste Anlage, die die Firma entwickelte und im Angebot hat, bekam ihren Namen übrigens von der Tochter Eisenschmidts. Sie heißt EW Elisa 2,5 und ist besonders geeignet für Privatleute, Bauern und Kleingewerbe. "In Sachsen-Anhalt benötigt man für diese kleinen Anlagen bis zu einer Masthöhe von neun Metern keine Baugenehmigung im Außenbereich. Sie ist sehr einfach aufgebaut, hat kein Getriebe und kann mit einem Seilzug einfach aufgestellt oder zur Wartung umgelegt werden", erläutert Eisenschmidt. Diese Anlagen werden meist im Außenbereich aufgestellt, was aber nicht heißt, dass jeder Standort geeignet ist. "Deshalb schauen wir uns die Standorte gründlich an und beraten potentielle Kunden auch sehr genau."
Die nach den Plänen der Firma ausschließlich in Deutschland hergestellten Komponenten der Anlage werden in Farnstädt in einer kleinen Werkstatt endmontiert. "Wir planen inzwischen auch, eine größere Halle dafür zu bauen. Die könnte auf dem Gewerbegebiet des Ortes stehen", wirft Torsten Eisen schmidt abschließend einen Blick in die nahe Zukunft des Unternehmens.
Nähere Informationen bekommen Interessenten unter der Rufnummer 034776 / 6 13 90