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Deutsche Meisterschaft der Männerballette Deutsche Meisterschaft der Männerballette: «Wir waren dort die Griechen»

Von Dietmar Römer 16.07.2004, 14:43

Günthersdorf/MZ. - "Wir waren die Griechen bei dem Turnier", gesteht Maik Gutknecht, einer der Günthersdorfer Akteure und so etwas wie der Vorturner, pardon, -tänzer der Truppe. Dem Bankangestellten springen übrigens noch ein Finanzbeamter und Handwerker der verschiedensten Gewerke zur Seite. Ja, und fast wie die kickenden Europameister hatten die Günthersdorfer Grazien (oder Grazier?) etwas erreicht, was sie nicht zu hoffen gewagt hatten. Nämlich ins Finale unter die 20 besten Männerballetts zu kommen. Sie kamen nicht nur, sondern wurden am Ende mit dem 14. Platz belohnt. Der bedeutet zugleich unter den fünf beteiligten ostdeutschen Teams aus Brandenburg, Thüringen und Sachsen-Anhalt den Vizemeistertitel. Knapp hinter Brandenburg.

Anteil daran hatten natürlich die mit gereisten Schlachtenbummler unter Führung von Wallendorfs Bürgermeister Hans-Joachim Pomian. Die Stimmungskanonen erhielten zudem Feuerschutz vom Assistenten-Ballett der Merseburger Fachhochschule. "Immerhin hatten sie es nicht ins Finale geschafft, ihre Rückfahrt aber verschoben, um uns zu unterstützen", erzählt Gutknecht.

Klasse Unterstützung im Vorfeld gab es auch von anderen Seiten. Etwa von der langjährigen Tanztrainerin Marion Galander, Chefin der mehrfach auch international preisgekrönten Tanzgruppe Merseburg-Meuschau. Für die Vorbereitung auf die erste Männerballett-Meisterschaft hatte sich noch Verena Bauer ebenfalls von der Meuschauer Tanzgruppe hinzu gesellt, obwohl sie mit der eigenen Teilnahme an der Tanz-WM in Merseburg alle Hände voll zu tun hatte. Immerhin geht es bei einer solchen Tanzmeisterschaft auch der Männer bei allem Spaß etwa um Standfestigkeit, Synchronität und die Kostüme. "Unsere selbst gefertigten Kostüme haben uns schon viel Selbstvertrauen gegeben, während die Favoriten aus den Karnevalshochburgen mit sichtlich teuer gekauften auftrumpften", sagt Gutknechts Tanzkollege Markus Stein.

Er setzt übrigens wie auch andere aus der tanzenden Truppe, die sich fast alle schon aus Kindergarten und Schule kennen, karnevalistische Familientraditionen fort, die mit der Gründung des GCC im Sommer 1987 und seines Männerballetts zwei Jahre später begannen.

Auch eine junge Frau gehört in diese Reihe. Sylvia Noll, GCC-Funke, kümmert sich um die närrischen Finanzen und Sponsoren. "Wir brauchen aber auch Nachwuchs, um für die nächsten Prüfungen gewappnet zu sein", sagt Gutknecht. Und der kann, wie der Leipziger Nico Stiehler, auch von außerhalb kommen. Bei Interesse einfach über e-mail [email protected] an Gutknecht wenden.