Regenguss, Bock-Bier und Gaudi-Dreikampf
Weißandt-Gölzau/MZ. - "Die Gemeinde spendiert ein Fass dunkles Bock-Bier", erklärte Gerold Michel, Vorsitzender des Kultur- und Heimatvereins, den ungewöhnlichen Namen des Festes.
Kurz nach der Eröffnung der Veranstaltung musste diese kurz unterbrochen werden. Ein starker Regenguss zwang alle Besucher, Schutz vor den Wassermassen zu
suchen. Das Zelt der Firma Nahkauf, die für die Versorgung verantwortlich war, fiel dem Schauer zum Opfer. Nach wenigen Minuten war der Sturm vorbei und mit den Worten "Auf die Husche von oben, folgt jetzt die Husche für die Seele", eröffnete Bürgermeister Burkhard Bresch zum zweiten Mal das Fest für die 200 Gäste.
In diesem Jahr feierten alle Beteiligten das 11. Jubiläum ihres "Jemeenebiers" Besonders beliebt sei jedes Jahr der so genannte Gaudi-Dreikampf, sagte Marcus Michel, Mitglied im Kultur- und Heimatverein des Ortes. In drei Wettkämpfen traten die Mannschaften gegeneinander an. Wasserkarren schieben, Dreibein laufen und Hufeisen werfen hießen die Disziplinen in diesem Jahr.
"Wir lassen uns immer wieder neue Spiele einfallen, so wird es nicht langweilig", so Marcus Michel. Neun Mannschaften gaben ihr Bestes, um den Gaudi-Dreikampf zu gewinnen. Schließlich erkämpfte sich die "Sumpfecke" den ersten Platz und damit ein Zwanzig-Liter Fass Bier.
Wolfgang Schmidt fieberte dem Dreikampf besonders entgegen, hatte er schließlich viele Jahre selbst daran teilgenommen. "Heute machen wir nicht mehr mit. Wenn man alt wird, hat man nicht mehr so viel Puste", lachte der 56-Jährige und erinnerte sich mit Freude an seinen dritten Platz, den er im Jahr 2001 belegte. Aus Neuruppin kam Familie Konzak nach Weißandt-Gölzau. "Wir besuchen meine Mutter und finden es klasse, was in einem kleinen Ort auf die Beine gestellt werden kann", freute sich Marianne Konzak. Musikalische Höhepunkte der Veranstaltung waren die Auftritte der Gröbziger Musikanten und der Live-Band "No Name" aus Köthen. Nach der Siegerehrung konnte am Abend also das Tanzbein geschwungen und an alte Traditionen angeknüpft werden.