Landratswahl 2014 in Anhalt-Bitterfeld Landratswahl 2014 in Anhalt-Bitterfeld: CDU schickt Uwe Schulze ins Rennen

brehna/MZ - Der Anhalt-Bitterfelder Landrat Uwe Schulze (CDU) kandidiert für die Landratswahl am 25. Mai 2014. Bei der Mitgliedervollversammlung des CDU-Kreisverbandes in Brehna ist er mit einem eindeutigen Votum nominiert worden: Von 120 möglichen Stimmen erhielt Schulze 114. Das sind 95 Prozent. „Es ist ein Ergebnis, mit dem man zufrieden sein kann“, sagte Schulze nach der Abstimmung. „Aber der Wahlkampf beginnt ja erst.“ Der amtierende Landrat ist als einziger Kandidat für die Nominierung vorgeschlagen worden. Zuvor hatte es Gerüchte gegeben, dass Schulze möglicherweise innerparteiliche Konkurrenz aus dem Altkreis Köthen erwachsen würde. Und so war während der Veranstaltung bis zum Nominierungsende bei dem einen oder anderen Unruhe aufgekommen. Schulze selbst wollte die Gerüchte nicht kommentieren, sprach vor der Abstimmung nur von „innerer Anspannung und Lampenfieber“.
Seit zehn Jahren im Amt
Der 51-Jährige amtiert bereits seit 2002 als Landrat, zunächst für den Kreis Bitterfeld, ab 2007 für Anhalt-Bitterfeld. Vor allem das Zusammenwachsen des Kreises sei ein der großen Aufgaben in den vergangenen Jahren gewesen. „Dabei habe ich immer Wert darauf gelegt, dass die regionale Identität gewahrt bleibt.“ Jeder der drei ehemaligen Landkreise habe in den vergangenen Jahren seine Stärken eingebracht: Bitterfeld als Industriestandort, Köthen mit Kultur und der Fachhochschule und Zerbst habe eine starke mittelständische Wirtschaft. Eines der wichtigsten Ziele für die kommenden Jahre seien weitere Investitionen in die Schulen und der Hochwasserschutz für Anhalt-Bitterfeld. „Wir wollen den besten Schutz, den wir bekommen können. Damit sind nicht nur die Goitzsche und Mulde gemeint, sondern auch die Elbe im Raum Zerbst und Aken.“ Ein Gerangel um Zuständigkeiten wie beispielsweise im Salzlandkreis dürfe es nicht noch einmal geben. Der demografische Wandel und globaler Wettbewerb seinen die Herausforderungen, denen sich der Landkreis in den kommenden Jahren stellen müsse. Und bei allem Einschwören auf gemeinsam Geleistetes, es blieb noch Platz für einen kritischen Blick: „Nicht alles ist gelungen. Jeder macht Fehler und ich stehe zu meinen.“ Damit ist nicht zuletzt der Fahrradunfall gemeint, bei dem sich Schulze am Männertag unter Alkoholeinfluss schwerste Verletzungen zugezogen hatte. Und so sagte ein sichtlich gerührter Landrat auch: „Am meisten bedauere ich, dass ich denen wehgetan habe, die ich am meisten liebe - meiner Frau und meiner Tochter.“